Fritz Hofmann verstorben

Tief bestürzt zeigten sich Bürgermeister Michael Ludwig und Landtagspräsident Ernst Woller über die Nachricht vom Ableben von Fritz Hofmann: „Fritz Hofmann hat als Verkehrs- und Planungsstadtrat wie auch als Landtagspräsident die Wiener Kommunalpolitik wesentlich geprägt. Errungenschaften wie die Donauinsel und der Bau der Wiener U-Bahn sind eng mit seinem Namen verbunden. Mit seinem leidenschaftlichen Engagement für die Stadterneuerung hat Fritz Hofmann Wien sein spezielles Aussehen gegeben. Unsere Stadt verliert einen großen Stadtpolitiker und Bürger von Wien. Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen.“

Seine politische Laufbahn begann Hofmann im Jahr 1945 in der sozialistischen Jugendorganisation. 1949 wurde er in den Bezirksvorstand der SPÖ-Floridsdorf gewählt und 1962 Vorsitzender der Bezirksorganisation Floridsdorf, ein Amt, das er bis 1990 ausübte.

1963 wurde Hofmann erstmals in den Wiener Landtag und Gemeinderat gewählt. 1969 wurde er Amtsführender Stadtrat für Stadtplanung und 1973 Amtsführender Stadtrat für Stadtgestaltung und Verkehr. Nach dem Einsturz der Reichsbrücke am 1. August übernahm Hofmann, obwohl frei von jeder persönlichen Schuld, die Verantwortung für dieses unvorhersehbare Ereignis und trat zurück.

1978 bis 1981 war er Klubobmann der SPÖ-Fraktion im Wiener Landtag und Gemeinderat. Als Nachfolger des ermordeten Heinz Nittel wurde Hofmann 1981 Amtsführender Stadtrat für Straße, Verkehr und Energie. 1983 übernahm Hofmann wieder das Ressort für Stadtplanung. 1987 wurde er Erster Landtagspräsident. Diese Funktion bekleidete er bis 1991. 1994 wurde er zum Bürger der Stadt Wien ernannt.