Achtung: Abzocke wegen Durchfahrt von Donaufelder Straße auf Parkplatz zur Angyalföldstraße und umgekehrt.

Achtung: Abzocke wegen Durchfahrt von Donaufelder Straße auf Parkplatz zur Angyalföldstraße und umgekehrt.

Mächtiger Ärger auf dem kleinen Gewerbegebiet zwischen Donaufelder Straße und Angyalföldstraße. In den letzten Wochen wurden unzählige Floridsdorfer wegen der Durchfahrt abgezockt und zur Kasse gebeten: € 239,82 inklusive Unterlassungserklärung. Ob die Sache rechtens ist, ist unklar.

Das Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Grund der Floridsdorfer Schicht-Fabrik gilt für Anrainerinnen und Anrainer als beliebter Nahversorger. Hier sind zwei Einkaufsbereiche entstanden, die entweder von der Donaufelder Straße oder von der Angyalföldstraße befahren werden können.

Bezirksvorsteher Georg Papai. Bild: BV21.
Bezirksvorsteher Georg Papai. Bild: BV21.

Die stark frequentierte Verbindungszone zwischen den beiden Straßen wird gerne genutzt, um die aufwändige Umfahrung zwischen den Einkaufsbereichen zu vermeiden. Das Durchfahrtsverbot dieser Verbindungszone besteht bereits seit Jahren, ist aber für den Laien auf den ersten Blick nicht erkennbar und wurde bislang auch nicht geahndet.

Seit November 2018 setzt sich der Eigentümer für das Durchfahrtsverbot ein und hat ein Abschleppunternehmen mit der Überwachung der Zone beauftragt. Kundinnen und Kunden, die die Abkürzung weiterhin nutzen oder einfach das Durchfahrtsverbot übersehen, werden vom Anwalt des Eigentümers im Zuge einer Unterlassungserklärung mit € 239,82 zur Kasse gebeten.

Gleich mehrere Betroffene haben sich an die DFZ gewandt. Unser Lokalaugenschein ergab eine höchst unübersichtliche Situation. Mit Klebestreifen durchgestrichene Verkehrstafeln, unzureichende bis nicht vorhandene Kennzeichnung des Durchfahrtsverbotes. Im Pinzip ist es nicht erlaubt die wenigen Meter direkt vom Hofer zum Billa zu fahren oder vom Billa zur Tankstelle.

Gerald B. zur DFZ: „Mir ist klar, dass es unbewusst meine Schuld war, da es sich um einen Privatgrund handelt. Aber es ist in meinen Augen eine riesige Frechheit und Abzocke von dem neuen Verpächter/Besitzer, der hier unwissende Leute rigoros abstraft – nein, eigentlich abzockt und sich eine goldene Nase verdient! Es wäre wünschenswert, wenn der Zuständige dieses Grundstück ordentlich gekennzeichnet wird mit dem Hinweis auf das Durchfahrtsverbot: Sonst kann der nette Mensch in Zukunft weiter munter kassieren und nichts passiert!“

Die DFZ hat den Chef der Floridsdofer Verkehrskommission informiert und auch DFZ-Rechtsexperte Mag. Alexander Rimser wird sich die Sache genau ansehen und beurteilen, ob die Strafen zu Recht verschickt werden.

Auch Bezirksvorsteher Georg Papai hat sich der Sache angenommen: „Obwohl der Grundeigentümer ein Durchfahrtsverbot erlassen kann und die Situation daher juristisch gesehen klar ist, ist dieses Verhalten keinesfalls fair und schon gar nicht kundInnenfreundlich!“ Er fordert ein sofortiges Ende der Abzocke.

„Die Situation vor Ort ist irreführend und in meinen Augen eine dreiste Abzocke von Floridsdorferinnen und Floridsdorfern! Ich werde Kontakt mit den Geschäftsmietern aufbauen und versuchen, gemeinsam auf den Grundstückseigentümer Druck auszuüben, diese Abzocke zu unterlassen. Weiters werde ich die MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten prüfen lassen, ob die Anerkennung der Zu- und Auffahrt abgesprochen werden kann.“, so Papai