„Admira im Cupfinale!“

„Admira im Cupfinale!“

Meine lieben „Fluaridsduafa“!
Jüngere Leser und Leserinnen einer Floridsdorfer Zeitung mögen nun gleich mehrere Fragezeichen vor ihren Augen sehen. Cupfinale? Admira? Was hat die Admira mit Floridsdorf zu tun? Die ist doch in der Südstadt beheimatet!

Den älteren Semestern aber werden die Augen glänzen. Mein Gott, die Admira, UNSERE Admira! Es ist tatsächlich schon ziemlich in Vergessenheit geraten, dass die Admira bis 1967 DER Floridsdorfer Fußballverein war: 9x Meister, 12x Vizemeister, 6x Cupsieger (1934 8:0 gegen Rapid!), weitere 6x Cupfinalist (zuletzt 2009), 3x Sieger des Wiener Stadthallenturniers und dazu noch 2x Finalist im Mitropacup, bzw. Zentropacup, Vorläufern der Europacups.
Durch Fusion von „Burschenschaft Einigkeit“ und „Sportklub Vindobona“ am 17.6.1905 entstanden, spielte man bereits 1911 in der 2. Klasse, und 1927 war der erste Meistertitel fixiert, dem bis 1939 sechs weitere folgen sollten. Die Spielstätte der ersten Stunde war der Platz beim Gasthaus Blauensteiner (Überfuhrstraße 2), danach ballesterte man auf der Schepperlwiese in der Schwarzlackenau, und schließlich fanden die Admiraner auf der Pollack-Wies’n neben der 1898 errichteten Stoffbearbeitungsfabrik „Hermann Pollacks Söhne“ im Bereich Deublergasse, Galvanigasse, Bunsengasse ihre Heimstätte, von der sie zu Beginn der 30er Jahre in die Hopfengasse übersiedelten.
Tormann Peter Platzer, die „Wunderteam-Zwillinge“ Anton Schall und Adolf Vogl, sowie später Erich Hahnemann, Erich Habitzl und Willi Kreuz stellen nur einen Bruchteil der Nationalteam-Stars aus den Admira-Kadern dar.
Aber die Admira ist nicht der einzige namhafte Fußballverein Floridsdorfs. Auch die Columbia, der FAC und SR Donaufeld schafften es zum Teil bis in Österreichs höchste Spielklassen.
Halten wir also „unseren“ Admiranern am 19. Mai alle verfügbaren Daumen. Neben Otello soll auch der Traum vom siebenten Cupsieg nicht platzen! Euer Gerald Pichowetz