Alte Donau – Intensivster Mäh-Einsatz in der Geschichte: Bis zu 100 Tonnen Wasserpflanzen täglich aus der Alten Donau entfernt

Alte Donau –  Intensivster Mäh-Einsatz in der Geschichte: Bis zu 100 Tonnen Wasserpflanzen täglich aus der Alten Donau entfernt

„Mähboot-Armada“ der Stadt Wien seit Anfang Juni mit 17 Booten im Turbo-Einsatz – bislang 1.000 Tonnen Pflanzen gemäht.

Mit dem intensivsten Mäh-Einsatz in der Geschichte hat die MA 45 in nur 10 Tagen fast 1.000 Tonnen Makrophyten entfernt und damit die meisten Bereiche für Schwimmer und Bootsfahrer von den Pflanzen befreit. Diese sind für die gute Wasserqualität des Naturgewässers absolut notwendig, wachsen heuer aber explosionsartig:
Echolotmessungen zeigen, dass sie an manchen Stellen bis zu 2 m in vier Wochen wachsen. Bis Mitte nächster Woche hat die MA 45 dank des Großeinsatzes die gesamte Alte Donau einmal komplett durchgemäht.

Seit Ende März im Einsatz – Verdoppelung der Kapazitäten

Bereits seit Schmelzen der Eisdecke Ende März sind die Mähboote auf der Alten Donau im Einsatz. Die überdurchschnittlich hohen Temperaturen und die vielen Sonnentage schon im April haben das Wachstum heuer enorm beschleunigt.

Anfang Juni hat die Stadt Wien aufgrund des explosionsartigen Wachstums der Pflanzen den Mähboot- und Arbeitseinsatz verdoppelt und ist mit 17 Booten und 70 Personen im Zweischichtbetrieb im Einsatz, die Arbeiten starten teilweise schon um 3 Uhr früh und enden um 22 Uhr nachts.

Groß-Angriff: Durchschnittlich 7 ha pro Tag gemäht

Erfolgreich gestartet wurde ein Großversuch: Dabei sind alle Mäh-und Sammelboote konzentriert in täglich wechselnden Bereichen im Einsatz, allein in den letzten 10 Tagen wurden nach dieser Methode über 60 ha der Alten Donau bearbeitet.

„Die täglich neu definierten Abschnitte werden mit Pflanzensperren versehen. So kann das Mähgut nicht durch Strömung und Wind abgetrieben, sondern konzentriert und rasch gesammelt werden“, erläutert MA 45-Chef Gerald Loew.

Spitzenwert 100 Tonnen/Tag

Im Schnitt werden 7 ha pro Tag – in einer Tiefe von 2,5 m -abgemäht und dabei bis zu 90 Tonnen Pflanzenmaterial täglich aus der Alten Donau entfernt. Das ist eine Menge, die in den Vorjahren pro Woche gemäht wurde! Absoluter Spitzenwert sind 100 Tonnen, die kürzlich in einem Abschnitt beim Mühlschüttel an der Oberen Alten Donau gemäht wurden. In zehn Tagen wurden mit der „Mäboot-Armada“ bislang knapp 1.000 Tonnen Wasserpflanzen aus der Alten Donau entfernt!

Die geschnittenen Pflanzen werden im abgrenzten Bereich sofort eingesammelt, ans Ufer transportiert und mit LKWs ins Kompostwerk Lobau gebracht.

Gemäht wird in 2,5 m Tiefe

Nach jahrelangem sehr geringen Wachstum erlebt die Alte Donau seit rund drei Jahren wieder ein explosionsartiges Wachstum. Gemäht wird heuer mit kleinen, wendigen Amphibienbooten in einer Tiefe von 2,5 m. Die große Mähtiefe ist entscheidend, da ein Mähen weiter oben das Wachstum nur noch weiter befeuert. „Wir schneiden die Pflanzen heuer nahezu am Ansatz weg, das bremst das künftige Wachstum ein wenig“, so MA 45-Chef Gerald Loew.

Taucher im Einsatz bei Stegbereichen

Bei den Stegbereichen, an denen die Mähboote nicht arbeiten können, sind im Auftrag der MA 45 täglich Taucherinnen und Taucher im Einsatz, die die Pflanzen mit Sicheln schneiden. Sie waren mittlerweile bei allen Bootsbetrieben im Einsatz.

Für ansässige Betriebe gibt es die Möglichkeit, sich kostenlos Mähbalken auszuborgen, um die Bereiche um die Stege selber zu mähen:
Tel.: 01/269 07 41