Anrainer und FPÖ kämpfen gegen fertigen Skaterplatz

Anrainer und FPÖ kämpfen gegen fertigen Skaterplatz

Seit Jahren wird wegen des Skaterplatzes in Jedlesee gestritten. Jetzt ist er fertig und man sollte meinen, es kehrt Ruhe ein.

Doch von Ruhe kann keine Rede sein. Offiziell ist der Skaterplatz zwar noch nicht einmal eingeweiht und war Anfang Mai noch teils abgesperrt. Aber auf der Anlage wird bereits fleißig ‘herumgeturnt’. Das zeigen die Bilder, die die Anrainer als Beweismaterial sammeln. Ing. Josef Plucnar: „Wir dokumentieren Ruhestörungen oder sonstige störende Vorkommnisse! Da die umstrittene Skateranlage gegen den Willen der Anrainer in nächster Zeit in Betrieb genommen wird, ist umgehend mit einer erheblichen Verschlechterung unserer Wohnqualität zu rechnen.”

Skaterplatz: Proteste

Wenn schon der Bau nicht verhindert werden konnte, soll es nun zumindest „eine Einschränkung der Benützungszeiten, Errichtung von weiteren Lärmschutzwänden und eine lärmdämpfende Oberfläche” geben. Gar von einer „Schließung des Skaterplatzes” ist die Rede. Schon jetzt gibt es erste Anzeigen und Beschwerdemails an den Bezirksvorsteher. Frau Beigel schreibt: „Es ist derart laut durch die Skateranlage geworden, dass sich sogar der Hund meiner Tochteter verkrochen hat und nicht einmal zum Füttern kommt. Jeden Tag findet ein Jugendtreffen mit lauter Musik und Herumgeschrei statt. Am Skaterplatz ist am Abend noch voller Betrieb und damit die Skater genug sehen können, unterstützen Autofahrer mit angestellten Scheinwerfern die armen Jugendlichen.”

Eine unmittelbare Nachbarin der Skateranlage beschwert sich: „Seit der Skaterplatz benützt wird, ohne freigegeben zu sein, ist es sehr laut. Die Lärmschutzwand zeigt kaum Wirkung. Auch meine Garage wurde bereits ‘verziert’.”

Unterstützung kommt von der FPÖ. Bezirksvorsteher Karl Mareda: „Die derzeitige Flächenwidmung untersagt sogar den Betrieb dieser Anlage. Die zuständige MA 51 war beim Durchpeitschen der Skateranlage schnell zur Sache und es wurde den Anrainern auch viel versprochen, – geordnete Betriebszeiten, Lärmschutzmaßnahmen, strenge Kontrollen. Wo ist die MA 51 jetzt? Wer soll für die Schäden aufkommen, welche schon vor der Eröffnung entstehen und wie kann den Anrainern ein Mindestmaß an Ruhe zugesichert werden, wenn schon vor der Eröffnung Lärmemissionen weit überschritten werden?”

Jetzt will man alle Beschwerden (nächtliche Ruhestörungen, Beschädigung durch Sprayer, unbefugtes Betreten der noch nicht fertiggestellten Skateranlage, lärmende Jugendgruppen, etc.) mit Fotos, Videos oder Aufzeichnungen von Anzeigen bei der Polizei dokumentieren, um den Druck auch auf Bezirkspolitik und Behörden zu erhöhen.

Skaterplatz: Protest aufgebauscht?

Bezirksvorsteher Georg Papai nimmt im Gespräch mit der Floridsdorfer Zeitung Stellung: „Wir haben um 30.000 Euro eine Lärmschutzwand errichtet. Die Anlage ist nicht beleuchtet, damit die Nutzung täglich ein natürliches Ende hat. Es wird vor Ort auch Jugendarbeit geben. Kinder und Jugendliche brauchen auch Freiraum. Ich denke, das Ganze wird aufgebauscht!” -HANNES NEUMAYER

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