ASTAX: Keine Fahrten für Floridsdorfer

ASTAX: Keine Fahrten für Floridsdorfer

ÖVP-Bezirksparteiobmann Erol Holawatsch (Bild rechts) fordert eine Erweiterung des Wiener-Linien-Angebots. Für die Bewohner einiger Außenbezirke wurde das Anruf-Sammeltaxi ASTAX eingerichtet.

„Die Wiener Linien sind auch in weniger befahrenen Wohngebieten und während der Nachtstunden für Sie da”, heißt es verheißungsvoll im Werbe-Folder der Wiener Linien. Was da nicht steht: 18 Linien stehen den Fahrgästen zur Verfügung – nur leider keine in Floridsdorf. „Es ist vollkommen unverständlich, dass der 21. Bezirk nicht auch serviciert wird“, sagt Erol Holawatsch, Bezirksparteiobmann der ÖVP Floridsdorf.

Wenn man bei der Hotline der Wiener Linien anruft, gibt es als Auskunft, dass Floridsdorf ausreichend gut angebunden ist und man darum kein Astax benötige. „Ich hätte nicht gedacht, dass man über die Frage, ob Hietzing besser angebunden ist als Floridsdorf, streiten kann. Aber da habe ich die Rechnung wohl ohne Wiener Linien gemacht“, so Holawatsch. Besonders Jugendliche und Frauen würden von einem erweiterten ASTAX-Angebot profitieren. So wäre ein sicheres Heimkommen besser gewährleistet.

„Man muss als Floridsdorfer oft ohnehin schon lange Wege für eine gelungene Abendgestaltung in Kauf nehmen. Da wäre es nur fair, wenn man dafür sorgen könnte, dass die Bezirksbewohner ohne Angst und möglichst schnell nach Hause kommen.“ Auf Wunsch kann man schließlich gegen einen geringen Aufpreis beim ASTAX auch direkt vor der Haustüre abgesetzt werden – ein Service der von den Wiener Linien selbst mit „Mehr Sicherheit zu einem günstigen Preis“ beworben wird.

„Auch unser Bezirk sollte von diesem Angebot profitieren. Floridsdorf darf nicht mehr stiefmütterlich behandelt werden. Ich hoffe, dass unser zukünftiger Bürgermeister großes Augenmerk auf die Anliegen der Flächenbezirke legt.“

Bei den Wiener Linien macht man keine Hoffnungen: „Derzeit ist für Floridsdorf kein ASTAX-Angebot angedacht. Mehr als sieben Jahre lang verkehrte eine ASTAX-Linie zwischen Stammersdorf und Jedlersdorf, die allerdings von den Fahrgästen zu wenig genutzt wurde.”