Bezirksvorsteher sagt Tauben den Kampf an

Bezirksvorsteher sagt Tauben den Kampf an

Der Franz Jonas Platz ist immer wieder in den Schlagzeilen: Meist negativ. Während die sechs Floridsdorfer Parteien über ein mögliches Alkoholverbot beraten, sagt der Bezirksvorsteher jetzt „der Verschmutzung vor allem der Sitzbereich unter den Bäumen durch Taubenkot“ den Kampf an.

„Für das Erscheinungsbild eines Platzes spielt natürlich auch die Sauberkeit eine wesentliche Rolle“, sagt Bezirksvorsteher Georg Papai. „In vielen Gesprächen mitden Menschen hier vor Ort höre ich Klagen über die Verschmutzung vor allem der Sitzbereich unter den Bäumen durch Taubenkot.“

Ein Problem, das durch die verbotene Fütterung von Tauben gefördert wird. Dabei ist das Füttern von Tauben oft falsch verstandener Tierschutz, denn Tauben finden in der Großstadt ausreichend Nahrung. Zusätzliches Füttern ist nicht nötig. Viele kranke und verletzte Tiere sind das Ergebnis nicht artgerechter und übermäßiger Fütterungen. Zudem vermehren sich Tauben durch Fütterung übermäßig; überbevölkerte Nistplätze mit vielen Parasiten und Infektionen sind die Folge.

„Nicht ohne Grund hat die Stadt den Slogan ‚Wer Tauben füttert, füttert Ratten!‘ ausgegeben“, sagt der Floridsdorfer Bezirkschef und hat jetzt Hinweisschilder auf das Taubenfütterungsverbot am Franz-Jonas-Platz aufstellen lassen. „Denn derTaubenkot kann Krankheitserreger enthalten und ist schwer zu entfernen.“

Dabei bemühen sich täglich 2 bis 3 Straßenarbeiter der Magistratsabteilung 48, die Gegend um den Floridsdorfer Bahnhof sauber zu halten. Mindestens 2 Mal pro Tag wird der Franz-Jonas-Platz händisch und mit Kehrmaschinen gekehrt, 3 Mal täglich werden die 61 Müllbehälter mit einem Fassungsvolumen von insgesamt 7.000 Liter geleert.

„Und das an 7 Tagen in der Woche“, betont Bezirksvorsteher Georg Papaiund appelliert an die Bevölkerung, mit ihrem Verhalten seine Initiative für ein sauberes Bezirkszentrum zu unterstützen.