Brünner Straße: Neues Wohnheim für Obdachlose eröffnet

Brünner Straße: Neues Wohnheim für Obdachlose eröffnet

Kooperation von WBV-GPA & Verein ARGE Wien gibt wohnungslosen Menschen wieder Perspektive.

Obdachlose Menschen sind ein Teil unserer Gesellschaft und niemand ist davor gefeit, selbst einmal in eine solche Notsituation zu gelangen. Menschen, die ihre Wohnung verloren haben, wieder ein respektvolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen ist der Hintergrund der Kooperation zwischen dem gemeinnützigen Wohnbauträger der Privatangestellten WBV-GPA und der Arbeitsgemeinschaft für Nicht-Sesshaftenhilfe ARGE Wien. Der Neubau wurde heute von Sozialstadtrat Peter Hacker und Bezirksvorsteher Georg Papai gemeinsam mit den Projektverantwortlichen feierlich eröffnet.

Der FSW Fonds Soziales Wien unterstützt das neue Wohnhaus und die Sozialarbeit finanziell und übernimmt durch das Beratungszentrum Wohnungslosenhilfe auch die Zuteilung der zukünftigen BewohnerInnen. Das Wohnheim umfasst 50 Wohneinheiten mit einer Durchschnittsgröße von 24 m2. Aus der Nutzung ergab sich plausibel die Vorgabe einer sehr ökonomischen Umsetzung, um die Mietkosten für die BewohnerInnen leistbar zu halten.

Die Zimmer sind für individuelle, flexible Möblierung ausgelegt. Das Erdgeschoss beinhaltet alle Allgemeinräume: Büro für Sozialarbeiter, Waschküche, Gemeinschaftsraum mit Hofzugang und Neben- und Technikräume. In seinem Erscheinungsbild wurde das Haus als farbiger Akzent in der Brünnerstraße gestaltet.

„Daseinsfürsorge ist aus meiner Sicht eine der ureigensten Aufgaben einer sozial gelenkten Stadt. Ein Dach über dem Kopf für alle, die hier leben wollen, darf keine sozialromantische Utopie sein, sondern ein dringendes Anliegen einer Stadt, die für ihre Bürgerinnen und Bürger und einer Politik, die für die Menschen da ist. Floridsdorf kann sich glücklich schätzen, über eine Vielzahl sozialer Einrichtungen zu verfügen, und dieses neue Projekt ist ein weiterer Mosaikstein für den hier gelebten qualitätsvollen Umgang auch mit jenen Menschen, mit denen es das Schicksal nicht immer nur gut gemeint hat“, begrüßt Bezirksvorsteher Georg Papai das Projekt.