Denkmal für Opfer des Völkermordes im osmanischen Reich im 21. Bezirk?

Bereits im April 2015 verurteilte der Nationalrat den Genozid an Armeniern im osmanischen Reich während des ersten Weltkrieges.

Von der „historischen Verantwortung Österreichs, die Gewalt und den Mord an den Armeniern und deren Vertreibung durch das Osmanische Reich als Genozid anzuerkennen und zu verurteilen”, war damals die Rede. 1,5 Millionen Armenier wurden Opfer des Genozids.

Die FPÖ will nun, dass in Floridsdorf ein Denkmal als Erinnerung an den Völkermord errichtet wird. Der 21. Bezirk wohl deshalb, weil es bei uns eine starke syrische Gemeinde gibt, die auch gerade die syrisch-orthodoxe Kirche im Leopoldauer Ortszentrum errichtet. Laut Antragsbegründung kamen auch 750.000 syrische Christen vor 100 Jahren ums Leben. FPÖ-Vize-Bezirksvorsteher Karl Mareda: „Die syrische Gemeinde würde die Errichtungs- & Erhaltungskosten für ein Denkmal oder einen Gedenkstein übernehmen.” Der Antrag wurde von allen Parteien angenommen.

Glücklich sind darüber längst nicht Alle. Gegenüber der DFZ wurde die Befürchtung geäußert, bei der türkischstämmigen Bevölkerung werde ein solches Denkmal gar nicht gut ankommen. Das Denkmal würde wahrscheinlich nicht lange unbeschädigt am Leopoldauer Dorfplatz stehen …