Donaufelder helfen – Altspatzen mit Herz helfen Floridsdorfer Großfamilie

Donaufelder helfen – Altspatzen mit Herz helfen Floridsdorfer Großfamilie

Stellen Sie sich vor sie sind Reinigungskraft, verdienen EUR 1.200,- netto  und haben mit diesem geringen Gehalt auch Ihre fünf Kinder und Ihre zwei Enkelkinder zu versorgen, die alle mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt leben. So geht es Frau Gabriele B. aus Floridsdorf. „Leicht ist das nicht, das Geld fehlt an allen Ecken und Enden“, weiß Frau B. zu berichten.

Auch der Sozialarbeiterin der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung, Fr. Eveline Kampel, ist die Notlage der Familie bewusst. „Die Einrichtung der Wohnung ist nicht nur alt, sondern auch zu einem guten Teil desolat – bei so vielen Personen über einen so langen Zeitraum auch kein Wunder. Aber Geld für Neues ist keines vorhanden.“

Von dieser Situation hat der Donaufelder Bezirksrat Dieter Preinerstorfer erfahren und es war relativ bald klar was zu tun ist. Schließlich gibt es auf der Tennisanlage Donaufeld (Nordmanngasse) noch immer das Sozialprojekt, das vom Betreiber Gerald Milabersky und seinen Altspatzen ins Leben gerufen wurde, bei dem die tennisspielenden „Altspatzen“ wöchentlich ihre Nenngelder in einen Sozialtopf spenden.

„Insgesamt hätten EUR 500,- aus diesem Sozialtopf für die Beschaffung neuer Möbel zur Verfügung gestanden, wenn der Hausleiter des XXX-Lutz in der SCN, Hr. Tadeusz Szczepanik, nicht noch weitere EUR 300,- draufgelegt hätte, sodass insgesamt Waren im Wert von 800,- übernommen werden konnten.“, freut sich Bezirksrat Preinerstorfer. „Es ist schön, wen in großen Handelsunternehmen nicht nur die Gewinne zählen, sondern auch Herz gezeigt wird.“

Fehlte also nur noch die Umsetzung: Ausgerüstet mit einem LKW und mehreren Werkzeugkoffern werkte der Bezirksrat und die SPÖ-Donaufeld von 11:00 bis nach 20:00 in der Wohnung der Familie B. um die alten Möbel zu entsorgen und die neuen aufzubauen.

Alleine hätte sie dies aber nicht schaffen können, hätten sie nicht so großartige Unterstützung der Sozialistischen Jugend Floridsdorf gehabt. Die JungsozialistInnen Lenny Bein, Sarah Fuchs, Philipp Geier, Marlene Liedauer und Sofia Puleo leisteten fast Unmenschliches um der Familie B. einen tollen Tag zu bereiten.

Und auch wenn es zwei verletzte Zehen (eine bei der SJ und eine bei der SPÖ-Donaufeld) gegeben hat, waren am Ende des Tages alle glücklich und stolz einer Familie auf so unkomplizierte Weise geholfen zu haben.