Ex-Bezirksvorsteher Kurt Landsmann verstorben

Ex-Bezirksvorsteher Kurt Landsmann verstorben

Der ehemalige Floridsdorfer Bezirksvorsteher Kurt Landsmann (* 17. Jänner 1931 in Wien) ist verstorben, wie heute bekannt wurde.
Landsmann (SPÖ) war von 1976 bis 1980 Gemeinderat und Abgeordneter zum Wiener Landtag und von 1980 bis 1994 Bezirksvorsteher von Floridsdorf.

Neue Wohngebiete an den Siedlungsachsen Brünner Straße und Prager Straße wurden unter im, als Bezirsvorsteher festgelegt und landwirtschaftliche Restflächen zwischen Strebersdorf, Stammersdorf und Großjedlersdorf gesichert. In seine Zeit als Bezirksvorsteher fällt die Ansiedlung des Betriebswirtschaftlichen Zentrums der Universität Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Landsmann begann für Floridsdorf eine Bezirkspartnerschaft mit dem Bezirksteil Katsushika in Tokio, gründete mit dem FORUM 21 den ersten Bezirkskulturverein in Wien, und war bis zuletzt kulturell besonders für das Wienerlied aktiv.

Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule erlernte er von 1945 bis 1949 den Lehrberuf eines Werkzeugmachers bei der Floridsdorfer Firma Hofherr & Schranz. Die Berufsschule sowie die anschließende Gesellenprüfung absolvierte er mit gutem Erfolg.

Vom 22. Mai 1969 bis zum 31. März 1976 war er als Bezirksrat im 21. Wiener Gemeindebezirk tätig. Mit 30. April 1976 wurde er in den Gemeinderat gewählt und schied aus dieser Funktion mit 28. Jänner 1980 aus, als er zum Bezirksvorsteher von Floridsdorf gewählt wurde. Diese Funktion übte er vom 29. Jänner 1980 bis zum 2. Februar 1994 aus.

Landsmann war als Präsident der Wienerlied-Vereinigung „Dechten Weana“ ein Verfechter der Wienerlied-Pflege. Er organisierte regelmäßig Veranstaltungen, bei denen altes Liedgut und Wiener Klänge aus der heutigen Zeit vorgestellt werden.

Als Historiker seines Bezirkes veröffentlichte er 1995 das Werk „Floridsdorf 1945. Das Kriegsende. Ein Beitrag zur Zeitgeschichte“, das in 100 Abbildungen das Schicksal eines der vom Krieg am schwersten getroffenen Wiener Bezirke nachzeichnet. 1996 folgte, gemeinsam mit Raimund Hinkel, der ebenfalls reich illustrierte Band „Floridsdorf in alten Photographien“.

Infos Wikipedia und https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Kurt_Landsmann.