‘FAC neu’ als fixe Nummer 3 in Wien

‘FAC neu’ als   fixe Nummer 3 in Wien

Sportlich läuft es für den FAC nicht so großartig: Auch heuer wird es wieder bis zum Ende ein Kampf um den Verbleib in der 1. Liga. Hinter den Kulissen wurden im Winter aber die Weichen für den „FAC neu“ gestellt. Mit Einführung der neuen Sechzehnerliga 2018/19 wollen sich die Floridsdorfer Athletiker fix als Nummer 3 in Wien präsentieren. Während jenseits der Donau die Vienna mit Ausgleich und Zwangsabstieg zu kämpfen hat, setzt der FAC alle Maßnahmen für eine sichere wirtschaftliche und sportliche Zukunft. Coach Franz Maresch und sechs neue Spieler sollen auf dem grünen Rasen Punkte einfahren. Die 1. Mannschaft wurde in eine Profi-GmbH umgewandelt. Im Jänner wurde der erst 26-jährige Dominik Glawogger (Bild) zum Geschäftsführer bestellt.

Walter Brand bleibt Obmann des Vereins. Glawogger ist damit jüngster Geschäftsführer der 20 Bundesliga-Vereine. Jünger als mancher Spieler. Aber reich an Erfahrung: Die eigene Kicker-Karriere stoppten einige Kreuzbandrisse. Ein Master in Internationalem Management, die UEFA-B-Trainer-Lizenz, Organisation von Kinder- & Profi-Team-Camps, ein Aufenthalt bei den Stuttgarter Kickers und als Cheftrainer eines 1. Liga-Klubs in Nigeria folgten. „Wirtschaftlich seriös arbeiten und durch sportliche Erfolge für Furore sorgen“, lauten Glawoggers Ziele in Floridsdorf.

Derzeit hat der FAC bei einem Umsatz von 820.000 Euro im zweiten Halbjahr 2016 36 Mitarbeiter. Drei neue Mitarbeiter sollen sich in Zukunft um Sponsoring und Vermarktung kümmern. Konkret am Plan stehen ein neuer VIP-Bereich, neue Büroplätze und eine Video-Wall. Mehr und neue Sponsoren. Und: „Rund um den Spieltag soll mehr geboten werden!“

Ein weiterer Wunsch des neuen Geschäftsführers: In Sachen Nachwuchs die Kräfte über der Donau bündeln. „Das kann eine ‚Akademie Transdanubien‘ sein oder eine Zusammenarbeit mit Schulen. Die Struktur soll auf jeden Fall auch für andere Vereine offen sein.“ Auch die sportliche Marschroute ist klar. Glawogger: „Wir kaufen sicher keine Aufstiegstruppe zusammen. Der FAC ist ein Ausbildungsverein, eine Plattform für junge Spieler. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Träume vom Bundesliga-Aufstieg – der FAC feiert ja 2018 100-jähriges Jubiläum seines einzigen „Österreichischen Meistertitels“ – gibt es nicht. Sollte es heuer mit dem Klassenerhalt nicht klappen, soll der sofortige Wiederaufstieg geschafft werden. -HANNES NEUMAYER