Gmoa Geh’n in Gerasdorf bei Wien – Alter Brauch neu belebt!

Gmoa Geh’n in Gerasdorf bei Wien – Alter Brauch neu belebt!

Gerasdorf lässt den alten Brauch des Abgehens der Gemeindegrenzen anlässlich „20 Jahre Stadt“ wiederaufleben.

Einmal im Jahr, meist zu Georgi, wurden die Gemeindegrenzen von Gemeinderäten kontrollierend abgegangen und dabei das Ausbessern der Grenzhügel und die frische Kalkbemalung der „Moaristoaner“ vorgenommen. So auch in den alten Dörfern Gerasdorf und Seyring. Die Motorisierung macht das Abschreiten in dieser Form überflüssig. Die äußere Grenzlinie, die 1972 durch die Zusammenlegung beider Gemeinden entstanden ist, besteht seit 1954. Der Brauch des Abschreitens ist in jüngerer Zeit vielerorts als gemeinschaftliches Wandern wiederbelebt worden, so auch rund um Gerasdorf.  1999, im Jahr der Stadterhebung, bis 2006, wurde wieder begonnen „Gmoa zu geh’n“ und so Samstagnachmittags-Wanderungen am Grenzverlauf, unterteilt in drei Teilstücke, unter zahlreicher Beteiligung von Gemeindebürgern geführt, wie auch das Gelände geologisch, topographisch, historisch, sowie natur-und-heimatkundlich erklärt. Bürgermeister Mag. Alexander Vojta: „Ich freue mich sehr, dass wir im Festjahr „20 Jahre Stadt“ einen alten Brauch wiederaufleben lassen. So wird das „Gmoa Geh’n“ zum neuen Gemeindewandertag für Gerasdorf.

Im Festjahr setzt Gerasdorf einen neuen Anfang für die nächsten drei Jahre und lädt Bürgerinnen und Bürger aller Ortsteile zu diesem Wandertag am 11. Mai 2019 ein.

Treffpunkt: 13:30 Uhr Stammersdorfer Strasse/Grenzweg, Parkplatz

Route: Grenzweg – Föhrenhain – Velo 9 – Grenze zu Hagenbrunn – Annessi – SB-Hütte Blumen Gruber – Jagdhütte Hubertuskapelle. Weglänge: 11,5 km

Plan wird beim Start ausgegeben. Bei Regen verkürzte Wegführung.

Ein Taxi-Rücktransport vom Ziel zum Start ist vorgesehen.