Grüne wollen Tempo 30 auf Brünner Straße

Grüne wollen Tempo 30 auf Brünner Straße

Nach einem tragischen Unfalltod eines Schülers durch einen LKW im 3. Bezirk und der geplanten Einführung von Abbiegeassistenten für LKW’s werden aktuell auch in Floridsdorf alle Schulen auf die Sicherheit im Umfeld überprüft. Ziel: Mögliche Verbesserungsvorschläge.

Die Grünen Floridsdorf preschen nun mit einem Vorschlag vor, der Autofahrerherzen schneller schlagen lassen wird. Grundsätzlich wird von der Stadt Wien derzeit geprüft, inwieweit Tempo 30 rund um Schulen möglich ist. „Natürlich ist Tempo 30 auch vor den Schulen an der Brünner Straße unser Wunsch”, so Floridsdorf Grünen Klubobmann Heinz Berger. Sein Nachsatz: „Aber es ist nicht sehr realistisch, dafür eine Mehrheit zu bekommen.”

Andererseits: Bundesstraßen wie die Brünner Straße fallen in die Kompetenz des derzeit von Maria Vassilakou geführten Stadtratsressorts. Betreffen würde das auf der Brünner Straße die Schule Ecke Frauenstiftgasse und die neu errichtete Schule am Regnerweg (Höhe Heeresspital).

Erst am 15. Jänner verstarb hier ein 12-Jähriger beim Überqueren der Brünner Straße, weil ihn eine Straßenbahn erfasste. Der Campus Donaufeld, oder die Schule an der Prager Straße (bei der Guschelbauergasse) wären ebenso mögliche Optionen für eine Tempo 30 Zone. Auch ‘Elterntaxis’ (Eltern, die ihre Kinder mit dem eigenen PKW zur Schule bringen), „die sich allmorgentlich auf den Zufahrten zu Schulen stauen und immer mehr zur Gefahr für die Kinder werden”, will Berger den Kampf ansagen: „Wir fordern daher ganz klar eine Verkehrsberuhigung in Schulstraßen an Schultagen”.

Jedes fünfte Volksschulkind in Wien wird mit dem Auto zur Schule gebracht​: Eltern meinen es gut, sie möchten ihre Kinder sicher und gefahrlos zur Schule bringen. ​​Deshalb fahren sie mit den Autos direkt zum Schuleingang, um ihr Kind aussteigen zu lassen, „und stellen damit sowohl für ihr Kind als auch die anderen erst recht eine Gefahr dar!”, so Berger. Temporäres Fahrverbot Geht es nach dem Bezirkspolitiker, wird ein erfolgreicher Pilotversuch in der Leopoldstadt auch im 21. Bezirk bald Realität: ein temporäres Fahrverbot von 7.45 bis 8.15 Uhr. Das sorge für deutlich weniger Elterntaxis. Mögliche erste Fahrverbotszonen wären für die Grünen die Priessnitzgasse sowie die Franklinstraße. Berger: „Dort ist jeden Morgen die Hölle los!”