‘Hauptbahnhof’ Floridsdorf

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Alte Postkarte (circa 1910): Noch wird der zweite Floridsdorfer Bahnhof auch ‘Nordbahnhof’ genannt. . Bild: Bezirksmuseum Floridsdorf.
Alte Postkarte (circa 1910): Noch wird der zweite Floridsdorfer Bahnhof auch ‘Nordbahnhof’ genannt. . Bild: Bezirksmuseum Floridsdorf.

Am 6. Jänner 1838, also vor 180 Jahren, fuhr der erste fahrplanmäßige Personenzug in ganz Österreich: Von Floridsdorf nach Deutsch Wagram Die sogenannte ‘Stammstrecke’ zwischen Floridsdorf und Wien Meidling ist bundesweit die meist befahrenste S-Bahn-Strecke.

Jährlich zählen die ÖBB über 89 Millionen Fahrgäste im gesamten Nahverkehr bei 1410 Zügen pro Tag. Auf den zehn S-Bahnlinien der Ostregion sind täglich 890 S-Bahnzüge unterwegs. Vor 180 Jahren lösten die ersten dampfbetriebenen Züge der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn, finanziert von den Rothschilds, großes Erstaunen aus. Floridsdorf war quasi der erste Hauptbahnhof auf heutigem Wiener Gebiet.

Allerster Bahnhof Floridsdorf. Bild: Bezirksmuseum Floridsdorf.
Allerster Bahnhof Floridsdorf. Bild: Bezirksmuseum Floridsdorf.

„Streng genommen hätte die Strecke Leopldau – Deutsch Wagram heißen müssen. Denn der Standort des ersten hölzernen Bahnhofs (Anm: im Bild oben) war auf Leopoldauer Gebiet”, erzählt Ferdinand Lesmeister,  Direktor des Floridsdorfer Bezirksmuseums. Gelegen war dieser erste Bahnhof knapp nach der Unterführung der heutigen Angerer Straße. Im Zuge der Donauregulierung wurden ab 1873 ein neuer Bahnhof und Werkstätten wenige hundert Meter weiter an der Weisselgasse errichtet. Was wenige wissen: An gleicher Stelle steht heute noch der später umgebaute Bahnhof Floridsdorf. Erst 1962 wurde dieser Bahnhof inklusive Schnellbahnstation an der heutigen Stelle errichtet und 1996 im Zuge der U6-Eröffnung umgebaut.

Bahnhof Floridsdorf in der Monarchie. Gruppenfoto der Bahnbediensteten.. Bild: Bezirksmuseum Floridsdorf.
Bahnhof Floridsdorf in der Monarchie. Gruppenfoto der Bahnbediensteten.. Bild: Bezirksmuseum Floridsdorf.