Koloniestraße: Wo bleibt das Verkehrskonzept?

Koloniestraße: Wo bleibt das Verkehrskonzept?
„Wo bleibt das Verkehrskonzept?“, hört man in Floridsdorf öfter. Jüngstes Beispiel: Das Stadtquartier Ödenburger Straße. Die FPÖ verlangt jetzt rasch Maßnahmen und nicht erst in drei bis vier Jahren, wenn alle Neubauten fertig sind.

Das Gebiet liegt zwischen Bahntrasse, Frauenstiftgasse, Jedlersdorfer Straße und Koloniestraße. „Und in Letzterer hatten wir erst im Dezember 2019 einen tödlichen Verkehrsunfall – trotz Tempo-30-Zone. Unverständlich, dass Stadträtin Hebein noch  kein Sicherheitskonzept vorgelegt hat“, meint FPÖ-Vize-Bezirksvorsteher Karl Mareda.
 Auch unverständlich: Tempo-30-Beschränkung und der Zebrastreifen wurden in der Koloniestraße noch vor Baustellenende wieder rückgebaut. Ob das der Verkehrssicherheit dient, sei dahingestellt. Selbst Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) hätte den Zebrastreifen gerne belassen. Die MA46 wollte nicht.
Karl Mareda. Bild: Fotostudio Vodicka.
Karl Mareda. Bild: Fotostudio Vodicka.

Von der Koloniestraße abzweigend gibt es jetzt dann zwei neue Straßen (Nekulagasse und Ottilie-Bondy-Promenade) und drei Garageneinfahrten. Viele der Neo-Floridsdorfer werden in den Trillerpark oder den Waldpark vis a vis gehen. Warum es dort kurz vor der S-Bahn-Station jetzt drei LKW-Parkplätze gibt, scheint auch rätselhaft. Nekulagasse und Ottilie-Bondy Promenade werden zumindest vorläufig Sackgassen sein, ein Durchfahren ist nicht möglich. Bei der Nekulagasse könnte sich das in einigen Jahren ändern.

Auch für den Verkehr auf der anderen Seite (Ödenburger Straße) braucht es Lösungen: Ein Teil der Bewohner der insgesamt 1500 Wohnungen über die Frauenstiftgasse zu führen, wird auch nicht so einfach.
Wo also bleibt das Verkehrskonzept? So genau kann das niemand sagen.       -Hannes Neumayer