Krankenhaus Floridsdorf: Empörung wegen Schließung

Aufregung unter Floridsdorfern und Ärzten im Krankenhauses Floridsdorf: Während die Eröffnung des neuen Krankenhaus Nord frühestens in eineinhalb Jahren zu erwarten ist und in vielen Spitälern Gangbetten inakzeptabler Alltag sind, ist im Krankenhaus Floridsdorf die  I. Medizinische Station der Internen Abteilung Ende Mai dauerhaft geschlossen worden. Laut „Die Presse“ aus wirtschaftlichen Gründen und als Vorbereitung auf das Krankenhaus Nord. Die Ärzte der betroffenen Abteilung sind empört, „…dass für die belastungsreichen Wintermonate eine Überbelegung der Internen Abteilung mit Gangbetten nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern geradezu eingeplant wird“, heißt es in „Die Presse“. Die Ärzte sehen eine konkrete Gefährdung der adäquaten Patientenversorgung und sprechen von „Überfahren sondergleichen“, einer „Demontage der Gesundheitsversorgung“, „Farce“, „Spitze des Eisbergs“ und von „überfallsartigen Sperren“. Wenn in anderen Wiener Spitälern nachweislich Gangbetten Realität sind und in Floridsdorf offenbar Kapazitäten bestanden, spricht das wien-weit nicht unbedingt für ein hervorragendes Management.