Langenzersdorf: Langes Warten auf Tempo 80

Seit Jahren wünschen sich Langenzersdorfer eine Sanierung der Lärmschutzwand und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 80 auf der A22 entlang des Ortsgebietes. Nach dem Beschluss einer Resolution im Gemeinderat will die ASFINAG aktiv werden, aber erst 2023. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung sei aber weiter nicht notwendig. Das ärgert Renate Kolfelner (Grüne): „Vielleicht gibt es erst dann umfassenden Lärmschutz, wenn die Anrainer längst im Grab sind!“

Bei der Gemeinderatssitzung am 9. März 2020.wurde mit einstimmigen Beschluss eine Resolution an das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität,
Innovation und Technologie und an die Asfinag verabschiedet. Über die Begründung und Argumente haben wir hinreichend informiert. Es geht einerseits um die Verbesserung und
Sanierung der Lärmschutzwand andererseits um die Geschwindigkeitsbeschränkung mit Tempo 80 auf der A22 entlang des Ortsgebietes von Lngenezersdorf.

„Nun hat ja die Asfinag bereits mit Erhebungen begonnen und betroffene Grundstücke bei der Gemeinde abgefragt. Das heißt es tut sich was, betreffend Lärmschutzwand. Allerdings sollte die Planung/Baubeginn erst im Jahre 2023 sein, so kann das nur ein Scherz sein. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung hält man aber bei der Asfinag für nicht notwendig, wegen zu wenig Unfallhäufigkeit. Auf Grund der von uns Grünen injizierten und von der Gemeinde beschlossenen Resolution bereit schon 2008 wurde Einiges repariert und der
Gemeinde bereits 2009 wenigsten eine „Verkehrsbeeinflussungsanlage“ zugesagt, aber nie durchgeführt“, so Kolfelner.

Das Bundesministerium wiederum weist darauf hin, dass eine Verordnung der Geschwindigkeitsbeschränkung aus Lärmschutzgründen ganz vieler Grundlagen bedarf und
verlangt Untersuchungen der Lärmbelastung , Interessensabwägungen,u.v.a. in langer Liste, Um tätig werden zu können bedarf es eines Gutachtens auf Grund einer Studie der Gemeinde oder des Landes NÖ., eine Gemeinderatsresolution sei zu wenig – so sind die gesetzlichen Grundlagen.

Kolfelner: „Die Lärmschutzinitiative hat recherchiert und ausreichend Material. Das braucht ja die Gemeinde nur übernehmen und ergänzen. Vielleicht sollte man den Herrn Univ.Prof. Dr. Hutter, die Gesundheitsexperten, die Umweltanwaltschaft etc. heranziehen und nicht nur die Asfinag. Denn Lärm macht krank aber der Amtsschimmel wiehert. Oder vielleicht gibt es erst dann den umfassenden Lärmschutz, wenn die AnrainerInnen längst im Grab sind?“