Langenzersdorf: Weiter Ärger wegen alter Schwimmanlage

Langenzersdorf: Weiter Ärger wegen alter Schwimmanlage

Es ist kein erbauender Anblick, der sich Spaziergängern und Radfahrern ​bei der Schleuse​ der Donauinsel bietet. Unmittelbar an der Wiener Landesgrenze, allerdings schon auf Langenzersdorfer Boden, verrotten mitten im Grün der Donauinsel die traurigen Überreste des ehemaligen Vergnügungsparks Copa Cagrana nächst der Reichsbrücke. ​

Mittlerweile bald zwei Jahre. Vor einem Jahr wurden zumindest die Aufbauten entfernt, der Rest der schwimmenden Anlage​ rostet durch einen Zaun gesichert vor sich hin. ​Immer wieder ​gibt es ​Beschwerden, ​bei der DFZ oder auch bei der Gemeinde Langenzersdorf​.

Aber: Das Grundstück ist im Eigentum der Stadt Wien​. WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimane​k (Bild) ist empört:​ „Dieses Szenario ist einer Stadt Wien unwürdig. Ebenso unverständlich ist es, dass man diesen Schrott einfach beim ‚Nachbarn‘ ablagert, weil man dort zufällig ein Grundstück besitzt. Und noch unverständlicher ist, dass sich das alles im Erholungsbereich der Donauinsel mitten im Grünen abspielt.​”

Ganz so einfach ist die Sache nicht, wie ​Martin Jank, Chef der zuständigen ‘Wiener Gewässer Management​’ erklärt: „Ich gebe zu, das ist nicht schön. Aber es geht keine Gefahr von den Resten der schwimmenden Anlage aus. Und stehlen wird sie wohl auch keiner.” Problem: Rechtlich​ gehört die Anlage dem ehemaligen Betreiber, mit dem die Stadt Wien zig Prozesse führt. Die Stadt darf den Müll nicht wegräumen, hat sich nur wegen Gefahr im Verzug und bereits ‘ansässiger’ Obdachloser um die Aufbauten gekümmert. Jank: „Es gibt Gespräche – aber es wird noch eine zeitlang dauern!” H.N.