Ludwig oder Schieder: Kommt der neue Wiener Bürgermeister aus Floridsdorf?

Ludwig oder Schieder: Kommt der neue Wiener Bürgermeister aus Floridsdorf?

Am 27. Jänner 2018 tritt das wichtigste Gremium der SPÖ Wien zusammen. 981 Delegierte entscheiden am außerordentlichen Landesparteitag über die Nachfolge als SPÖ Wien-Vorsitzendem Michael Häupl.

Weitere Tagungsordnungspunkte sind Referate des SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Christian Kern und des SPÖ-Wien-Vorsitzenden Bürgermeister Michael Häupl sowie dessen Verabschiedung als Landesparteivorsitzender.

Favorit ist der Floridsdorfer Michael Ludwig (* 3. April 1961 in Wien). Seit Jänner 2007 ist er amtsführender Wiener Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung und war zwischen März 2009 und Oktober 2010 zweiter Vizebürgermeister bzw. Landeshauptmann-Stellvertreter von Wien.

 

In die Amtszeit von Michael Ludwig als Wiener Wohnbaustadtrat fallen mehrere Maßnahmen, die auf die Stärkung der Gemeinschaft im Wohnumfeld abzielen. Er initiierte die Serviceeinrichtungen „wohnpartner“ und „wohnpartner unterwegs“ bzw. „Ordnungsberater“. Für die Umsetzung eines modernen Wiener Hausbesorger-Modells zeichnete er ebenfalls verantwortlich. Seit seiner Angelobung verschrieb er sich dem Schutz der Wiener Gemeindebauten vor Privatisierung.

In seine erste Amtszeit fiel die neue Wiener Sanierungsverordnung 2009, in die zweite die neue Wiener Bauordnung 2014, u.a. mit einer Lockerung der Stellplatzverpflichtung, Erleichterungen bei Balkonen und Aufzügen sowie beim Dachgeschossausbau. Ludwig ist Initiator des Wiener SMART-Wohnbauprogramms (Wohnungen mit besonders kostengünstigen Eigenmittelbeiträgen und Mieten) sowie der Wiener Wohnbauinitiative (ein Modell für zusätzliche kostengünstige Neubauleistung). Er fordert außerdem ein neues bundesweites Mietrecht inklusive Regelungen für mehr Transparenz.

Ludwig über seine Tärtigkeit als Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung: „ Wien bietet seinen Bewohnern eine Lebensqualität, um die uns viele andere Millionenstädte beneiden. Einen großen Beitrag dafür leistet sicherlich der Bereich „Wohnen“. Denn: Kaum in einer anderen Stadt lässt es sich so kostengünstig und zugleich komfortabel wohnen. Möglich macht das eine Neubauleistung von tausenden geförderten Wohnungen jährlich, so auch unser Schwerpunkt auf Sanierungen, die ganze Grätzel aufwerten. Das weltweit unerreicht hohe Angebot an sozialen Wohnungen wirkt stark preisdämpfend. Ein Verkauf des Wiener Gemeindebaus kommt dementsprechend absolut nicht in Frage!

Besonders wichtig ist es mir, dass Menschen Unterstützung bekommen, wenn sie sie brauchen. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Allgemeine Wohnbeihilfe zu sehen. Das gilt auch für den starken Schutz der Wiener Mieterinnen und Mieter.

Mit wohnpartner, den Wiener OrdnungsberaterInnen, auch den Gebietsbetreuungen Stadterneuerung  unterstützen wir das nachbarschaftliche Zusammenleben. Der Einsatz neuer Wiener Hausmeisterinnen und Hausmeister nach Abschaffung des HausbesorgerInnengesetzes auf Bundesebene ist ebenfalls vor diesem Hintergrund zu sehen.

Die Sicherung einer hohen und zugleich vielfältigen Wohnqualität bleibt selbstverständlich auch in Zukunft mein vorrangiges Ziel. Dass dabei die Wohnbauförderung unantastbar bleiben muss, steht für mich außer Streit. Denn sie ist auch ein wichtiger Impulsgeber für die Wiener Wirtschaft, sichert und schafft sie doch Zehntausende Arbeitsplätze.“