Ab 16. April: 36B – neue Buslinie zum Krankenhaus Nord

Ab 16. April: 36B – neue Buslinie zum Krankenhaus Nord

Ende Mai beginnt die Übersiedelung des Krankenhauses Nord nach Floridsdorf. Bereits ab 15. April sorgen die Wiener Linien mit Einführung der neuen Buslinie 36B von Jedlesee bis Leopoldau sowie mit längeren Betriebszeiten der Linie 36A und der Straßenbahnlinie 30 für eine noch bessere Erreichbarkeit der neuen Klinik. Keine Rede mehr ist von einer SPÖ-Ankündigung im Wahlkampf 2015: Streckentausch für 26er und 31er und Intvervallverdichtungen auf beiden Linien. Dabei meinte die damalige Stadträtin Brauner: „Was wir versprechen, hat nicht nur Hand und Fuß, sondern kann auch unmittelbar nach der Wahl umgesetzt werden.“

„Vom verbesserten Angebot rund um den Start des neuen Krankenhauses profitieren nicht nur alle Besucherinnen und Besucher sondern insgesamt auch alle Fahrgäste, die in diesem Bereich von Wien tagtäglich unterwegs sind“, freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima über das neue Zusatzangebot -siehe Übersichtsplan der Wiener Linien.

36B & Co – – neue Linie in Floridsdorf. Grafik: Wiener Linien.

36B verbindet Jedlesee mit Leopoldau

Die neue Buslinie 36B wird täglich zwischen ca. 5:00 Uhr und 21:00 Uhr unterwegs sein. „Sie bringt die Menschen nicht nur direkt zum neuen KH Nord, sondern sorgt auch für eine direkte Anbindung zur U1- bzw. S-Bahn-Station Leopoldau. Damit ist auch der Osten von Floridsdorf noch besser mit den Öffis zu erreichen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Die Betriebszeit der Linie 36A wird verlängert. An Werktagen und samstags sind die Busse nun bis ca. 20:45 Uhr unterwegs. Entlang der gemeinsamen Strecke mit der neuen Linie 36B zwischen Carabelligasse und Großjedlersdorf entsteht damit an Wochentagen ein 10-Minuten-Intervall.

Kreuzung Brünner Straße und Katsushikastraße. Der Bus fährt Richtung Krankenhaus Nord. Bild: DFZ.
Kreuzung Brünner Straße und Katsushikastraße. Der Bus fährt Richtung Krankenhaus Nord. Hier könnte aufgrund der eineinhalb Spuren ein gefährliches Nadelöhr entstehen. Bild: DFZ.

Linie 30: Mehr Fahrzeuge und Betrieb am Wochenende

Weiters werden ab 15. April durch den Einsatz zusätzlicher Garnituren auf der Linie 30 die Betriebszeiten zwischen Floridsdorf und Stammersdorf ausgeweitet: an Wochentagen durchgängig von 6:00 Uhr bis 19:30 Uhr, samstags durchgängig von 8:30 Uhr bis 19:30 Uhr und sonntags durchgängig von 11:30 Uhr bis 19:30 Uhr.

Georg Papai und Wiener Linien Fahrer vor dem neuen 36B. Bild: Wiener Linien.
Georg Papai und Wiener Linien Fahrer vor dem neuen 36B. Bild: Wiener Linien.

„Die neue Buslinie sowie die längeren Betriebszeiten bereits bestehender Linien sorgen für einen noch höheren Öffi-Komfort. Mit der direkten Verbindung zwischen Jedlesee und Leopoldau rückt der Bezirk noch näher zusammen“, freut sich Bezirksvorsteher Georg Papai.

Gebrochenen Wahlversprechen?

Im Wahlkampf 2015 klang das noch ganz anders (siehe unten) – wie die Floridsdorfer Oppositionsparteien immer wieder betonen: Damals wurde von der amtierenden Öffi-Stadträtin Renate Brauner Intervallverdichtungen für die Straßenbahnlinien angekündigt. Und eine Streckentausch: Der 26er sollte auf der Brünner Straße und die von 31er in 32er umbenannte Line auf der Prager Straße fahren. Garniert wurde das mit dem Brauner-Zitat: „Denn wir versprechen nur das, was wir halten können. Und das, was wir versprechen, hat nicht nur Hand und Fuß, sondern kann auch unmittelbar nach der Wahl umgesetzt werden.“

Vier Jahre später gibt es also tatsächlich neue Öffi-Verbindungen in Floridsdorf. Aber ganz anders als angekündigt. FPÖ-Vize-Bezirksvorsteher Karl Mareda bereits vor Monaten zur DFZ: „Einen klareren Fall eines gebrochenen Wahlversprechens gibt es nicht. Wenigstens hat die SPÖ eingesehen, dass ihr Paket von 2015 doch nicht so sinnvoll ist, wie großmundig angekündigt.“

Hauptgrund für die Abänderung für der SPÖ-Pläne aus Sicht von Bezirksvorsteher Georg Papai: „Bei geänderten Rahmenbedingungen muss eine neue Bewertung vorgenommen werden. Damals war der Plan, dass die Schnellbahn Richtung Korneuburg nicht in Strebersdorf im 15-Minuten-Takt hält, sondern nur bis zur Station Jedlersdorf fährt.“ Doch 2016 haben die ÖBB plötzlich ein Wendegleis in Korneuburg ‚gefunden‘ und der 15-Minuten-Takt konnte bis Korneuburg verlängert werden. Außerdem gab es heftige Proteste in Stammersdorf: Weder wollte man die traditionelle Linie 31 verlieren, noch die direkte Anbindung an die Stadt.

Die SPÖ-Aussendung von 17. September 2015:

SPÖ präsentiert Pläne für bessere Öffi-Verbindungen in Floridsdorf ab dem Sommer 2016

Linien 25 und 26 verbessern Anbindung an neues Krankenhaus Nord, neue Linie 32, 15-Minuten-Takt auf der S3 bis Jedlersdorf mit Fahrplanwechsel 2016/17

Wien (OTS/SPW-K) – „Wer auch künftig den Ausbau der Öffis und Taktverbesserungen in unserer Stadt will, der hat am 11. Oktober eine klare Wahl“, so die Wiener Öffi-Stadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner bei der Präsentation des Straßenbahnkonzepts der Wiener SPÖ für Floridsdorf. Und weiter: „Gerade in Floridsdorf versuchen politische Mitbewerber gerne mangels eigener Ideen mit unseriösen Halbwahrheiten zu punkten. Die Wiener SPÖ geht da seit vielen Jahren erfolgreich einen anderen Weg. Denn wir versprechen nur das, was wir halten können. Und das, was wir versprechen, hat nicht nur Hand und Fuß, sondern kann auch unmittelbar nach der Wahl umgesetzt werden.“ Und genau das hat Brauner auch mit dem vorliegenden Konzept für den stark wachsenden Bezirk im Sinn.

Der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai ergänzt: „Unser Ziel ist, Floridsdorf ab dem Sommer 2016 mit noch besseren Öffi-Intervallen zu versorgen. Denn neue Siedlungs- und Stadtentwicklungsgebiete sowie das neue Krankenhaus Nord bringen Wachstum und Dynamik in den Bezirk. Daher ist es für uns wichtig, dass auch das öffentliche Verkehrsangebot mitwächst. Dabei haben wir in den vergangenen fünf Jahren bereits viel erreicht. Das zeigen nicht zuletzt die deutlichen Verbesserungen bei den Intervallen auf der Donaufelder Straße, die mit dem neuen Konzept endgültig abgesichert sind.“

Verbesserungen auf ganzer Linie=

Das neue Straßenbahnkonzept bringt weitere Intervallverbesserungen sowohl auf der Brünner Straße, als auch auf der Prager Straße. Vor allem der Abschnitt Floridsdorf bis Stammersdorf – mit dem künftigen Krankenhaus Nord – wird durch die Linien 25 und 26 deutlich besser angebunden sein als bisher. Dadurch ergeben sich aber auch bessere Verbindungen im Bezirk, denn künftig kommt man von Stammersdorf ohne Umstieg zur U1 oder ins Donauzentrum. „Jahrzehntelang waren die Binnenverbindungen im Bezirk nur auf das Stadtzentrum ausgerichtet. Wer, wie wir, Floridsdorf beleben will, der muss aber auch den Binnenverkehr stärken. Ich denke, dass das mit dem vorliegenden Konzept hervorragend gelingt“, so Bezirksvorsteher Papai.

Dabei ist das Straßenbahnpaket innerhalb kurzer Zeit bereits der zweite Schritt, die Öffis in Floridsdorf zu verstärken: Denn auch bei den Buslinien gibt es Verbesserungen. Der 28A fährt seit Schulbeginn ganztägig und wurde bis zur U1-Station Aderklaaer Straße verlängert. Ab 13. Oktober wird der 34A den bisherigen 33B ersetzen und dabei in stark ausgelasteten Zeiten bessere Intervalle aufweisen.

Zudem wird auch das neue Krankenhaus Nord durch die umgeleiteten Linien 25 und 26 mit besseren Intervallen angebunden. Dazu kommt noch das neue 15-Minuten-Intervall auf der S-Bahn, welches nach den Plänen der SPÖ bereits mit dem Fahrplanwechsel 2016/17 umgesetzt werden muss. „Damit erreicht man das neue Spital etwa vom Praterstern in 10 Minuten oder von Wien Mitte in 15 Minuten“, sagt Renate Brauner, die künftig noch mehr auf die S-Bahn setzen möchte.

Die Straßenbahnpläne im Detail:

Die Straßenbahnlinie 25 fährt künftig von Aspern (Oberdorfstraße) über Floridsdorf und wird ganztägig bis Stammersdorf verlängert. Der 25er wird zu einer wichtigen Direktverbindung zwischen dem Donauspital und dem neuen Krankenhaus Nord. Er ermöglicht auch die umsteigefreie Erreichbarkeit des Donauzentrums sowie der U1 (Kagran) ab Stammersdorf.

Die Linie 26 wird von der U2-Station Hausfeldstraße kommend bis Floridsdorf fahren. Darüber hinaus wird sie tagsüber und auch am Wochenende als Verstärkung für die Linie 25 bis Stammersdorf geführt und ersetzt damit im Abschnitt Floridsdorf bis Stammersdorf die bisherige Linie 30.

Dichteres Angebot für Floridsdorf bis Stammersdorf=

Die Linie 26 wird im Gegensatz zum bisherigen 30er aber an Werktagen von Montag bis Freitag tagsüber von ca. 6 Uhr früh bis etwa 19.30 Uhr durchgängig unterwegs sein. Für die Fahrgäste bedeutet das in der Brünner Straße zwischen den Hauptverkehrszeiten, dichtere Intervalle als bisher. In dieser Zeit wird dann knapp alle 4 Minuten eine Straßenbahn zwischen Floridsdorf und Stammersdorf verkehren (bisher alle 6 Minuten). Die dichten Intervalle in der Früh- und Nachmittagsspitze bleiben in diesem Abschnitt unverändert bei 2,5 bis 3 Minuten.

Im Ferienfahrplan bringt die neue Verbindung tagsüber ein dichteres 5-Minuten-Intervall (Montag bis Freitag). Im Gegensatz zum bisherigen 30er wird der 26er künftig auch an Wochenenden zwischen Floridsdorf und Stammersdorf im Einsatz sein. An Samstagen (ca. 8.00 – 19.30 Uhr) bringt das neue Konzept untertags damit durchgehend alle 5 Minuten (statt 6 bzw. 7,5 Minuten) eine Straßenbahn auf der Brünner Straße. An Sonntagen verkehrt der 26er künftig von ca. 11.30 Uhr bis ca. 19.30 Uhr auch in der Brünner Straße. Gemeinsam mit der Linie 25 fahren dann nachmittags 12 statt bisher 8 Straßenbahnen pro Stunde in diesem Abschnitt (Intervall 5 Minuten statt 7,5 Minuten). Auch der 26er bietet künftig eine Anbindung an die U1 (Station Kagraner Platz) ohne Umsteigen für Fahrgäste aus dem Bereich Stammersdorf/Brünner Straße.

In der Donaufelder Straße bleiben die gewohnt dichten Intervalle der Linien 25 und 26 erhalten. Hier wird zu den Spitzenzeiten wie bisher alle 2,5 – 3 Minuten eine Straßenbahn unterwegs sein und die Fahrgäste rasch zur U1 bzw. zur U6 bringen.

Mit der Linie 32 wird es außerdem (statt der Linie 31) eine neue Straßenbahnlinie geben. Sie wird von Strebersdorf (Edmund-Hawranek-Platz) bis zum Schottenring unterwegs sein und den bisherigen Streckenast der Linie 26 von Floridsdorf nach Strebersdorf bzw. den 31er von Floridsdorf bis Schottenring ersetzen. Im Bereich der Pragerstraße von Strebersdorf bis Floridsdorf wird der neue 32er vor allem an Wochenenden tagsüber in dichteren Intervallen unterwegs sein (7,5 statt 10 Minuten). Auch im Ferienfahrplan bringt die neue Linie über Mittag ein dichteres Intervall. Das dichte Angebot zu den restlichen Zeiten bleibt im Bereich der Prager Straße wie bisher erhalten. So wird der 32er in der Frühspitze werktags unter der Woche so wie der 26er bisher alle 4-5 Minuten unterwegs sein