Neue Pizzeria: Viele Fans, aber Parkplatzärger mit Anrainern

Neue Pizzeria: Viele Fans, aber Parkplatzärger mit Anrainern

Schon kurz nach der Eröffnung der ersten Filiale in Wien gibt es für Domino’s Pizza Ärger: Die Anrainer sind sauer, weil ihnen auf der Angerer Straße gleich bis zu sechs Parkplätze für den Zustelldienst der Pizzeria genommen werden. Seit wenigen Wochen hat die internationale Kette Domino’s Pizza ihre erste Filiale in Wien eröffnet.

Und das zur Freude vieler Fans ausgerechnet in Floridsdorf, Ecke Angerer Straße und Schleifgasse.

Weniger erfreut sind viele Anrainer: Denn ein Dutzend Mopeds und Elektroräder, die als Zustelldienst der Pizzeria fungieren, blockieren dauerhaft mehrere Parkplätze. Gut zwei Wochen auch noch ein LKW mit einem Kühlaggregat, das über eine „russische“ Stromleitung mit dem Lokal verbunden wurde. „Wir haben hier massive Parkplatzprobleme! Als Anrainer fahre ich oft täglich bis zu 45 Minuten im Kreis, um einen Parkplatz zu finden. Es ist eine absolute Zumutung für einen der wirklich abhängig ist von einem KFZ“, ärgert sich Markus H.

Unterstützung kommt von FPÖ-Vize-Bezirksvorsteher Karl Mareda: „Bei einem Lokalaugenschein konnte ich mir selbst ein Bild über die subtile Art der Stromversorgung des LKWs machen, sowie der gewerblichen Nutzung von öffentlichen Stellplätzen durch die zahlreichen Nutzfahrzeuge des Unternehmers. Und vis a vis gibt es die oft leere Kurzparkzone vor dem geschlossenen Einkaufspitz.“

Markus H: „Die absolute Frechheit dieses Unternehmens ist die Einnahme von sechs Parkplätzen mit 12 Motorrollern und 6-8 Fahrrädern. Also müssten in dieser Filiale 20 Zusteller lauern, um Pizza liefern zu können. Ich als Anrainer darf mir fast täglich einen Kurzparkschein gönnen, um endlich heimgehen zu dürfen, um nicht die Zeit im Auto zu verbringen mit Parkplatzsuche. Ich hoffe gegen diese ‘Parkplatzreservierung’ kann was unternommen werden. Es kann doch nicht sein, dass dies dem gesetzlichen Rahmen entspricht…“

Pizzeria: Lösung in Sicht

Der Geschäftsführer des Unternehmens zeigt sich im Gespräch mit der DFZ einsichtig: Der Kühlwagen, der als Ersatz für das defekte Kühllager diente, wurde entfernt. Bezüglich der Parkplätze soll im Einvernehmen mit der Bezirkspolitik und den Anrainern eine Lösung gefunden werden: „Ich werde mit Bezirksvorsteher und Stellvertreter ein Gespräch führen, um die Kurzparkzone von der gegenüberliegenden Seite vor unser Geschäft zu verlegen und im Gegenzug auf der anderen Straßenseite keine Kurzparkzone zu machen.“ Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) bestätigt, „Gespräche zu führen, um Teile des Fuhrparks in die gegenüberliegende liegende Kurzparkzone zu stellen”. Ob das aber so einfach und schnell möglich ist, wird sich weisen … -Hannes Neumayer