Oktober-Streifzüge von Gerald Pichowetz

Oktober-Streifzüge von Gerald Pichowetz

Meine lieben „Fluaridsduafa“! Der heurige Sommer, den man hinsichtlich des Temperaturverlaufs durchaus auch als „Jahrhundertsommer“ bezeichnen könnte, gehört nun auch schon der Geschichte an, der Abend bricht immer früher an, wir haben uns vom Erhol- und Energietankmodus wieder in den Arbeitsmodus begeben, wie man das heute so trocken und phantasiearm ausdrückt.

Ich darf abends und am Wochenende auch nachmittags wieder auf meinen geliebten Brettern stehen – keine Angst, ich bin kein Slalomartist oder Abfahrtsläufer geworden, ich meine jene Bretter, die die Welt bedeuten! – und Euch zu erheitern versuchen. Treppauf – treppab bin ich wieder unterwegs. Doch wann immer es mein gut gefüllter Terminkalender erlaubt, erfreue ich mich an der Farbenpracht des goldenen Herbstes. Unser baum- und pflanzenreicher Bezirk stellt diesbezüglich ja eine Augenweide dar. So wie es aber überall im Leben Licht- und Schattenseiten gibt, so führen auch mich meine Wege mitunter an Plätze, die zumindest Verbesserungsbedarf offenbaren.

So wird etwa für den Schlingermarkt bereits an Konzepten gearbeitet, diesen halt auch schon in die Jahre gekommenen Traditionsmarkt wieder zu beleben, zu modernisieren und zu attraktivieren. In den letzten Wochen hat sich auch an unserem Franz- Jonas-Bahnhof das Bild etwas verändert. Ein Problem, welches alle größeren Bahnhöfe Wiens zum Teil schon seit längerer Zeit betraf, ein Problem, welches auch langfristige, vorbeugende Maßnahmen erfordert, die wohl gemeinsam geplant und umgesetzt werden müssen. Intensive Gespräche sind auch hier im Gange.

Unser Heimatbezirk ist freilich auch keine unberührte Insel der Seligen, aber in meinen Augen können wir „Fluridsduafa“ uns dennoch glücklich schätzen, wenn wir Vergleiche mit anderen Bezirken anstellen. Es soll net schlimmer wer’n als es eh net is! Ich wünsche Euch viele sonnige Herbsttage, Euer Gerald Pichowetz