Paketzentrum Langenzersdorf: Altlasten Untersuchungen begonnen

Paketzentrum Langenzersdorf: Altlasten Untersuchungen begonnen

Langenzersdorf Nord: Altlasten Untersuchungsprogramm gestartet – Grabungen mittels Bagger und Proben aus Brunnen entnommen.

Die Bürgerinitiative „Nein zum Logistikzentrum Langenzersdorf“ hatte bereits im Juli dieses Jahres aufgezeigt, dass am Grundstück des geplanten Paketzentrums der Post Altlasten vermutet werden. Dieses Gebiet wurde vor allem in der Endphase des zweiten Weltkrieges teils heftig bombardiert. Es wird angenommen, dass sich dort nach wie vor Blindgänger im Erdreich befinden. Das Ziel der Bombardements war damals eine Raffinerie in der benachbarten Tuttendorfer Breite, von der Unmengen an Öl ins Erdreich versickert sind. Möglicherweise hat sich der Ölteppich bis in das besagte Areal ausgebreitet, so die Bürgerinitiative.

Paketzentrum: Untersuchung gestartet

An zwei Tagen (2. / 3. November) wurden daher Schürfungen und Grabungen durchgeführt. In der nahen Umgebung wurden Proben aus privaten Hausbrunnen entnommen. Wie die Bürgerinitiative in Erfahrung bringen konnte, wird Anfang Februar nochmals untersucht, um sicher zu gehen, ob und welche Altlasten sich auf dem Grundstück befinden. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen auf dem Grundstück keine Bautätigkeiten stattfinden.

Gesicherte Altlast Tuttendorfer Breite in unmittelbarer Nachbarschaft

In rund 200 Meter Entfernung zu den Bohrungen liegt die gesicherte Altlast N16 Tuttendorfer Breite. In der Tuttendorfer Breite wurde von 1927 bis 1961 eine Mineralölraffinerie betrieben. In den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges stand die Raffinerie unter schwerem Beschuss durch Fliegerbomben. Auf der Fläche von 20 ha kam es dadurch zu einer Mineralölkontamination.

Paketzentrum: Forderungen und Empfehlungen umgesetzt

„Wir sind froh, dass zumindest eines unserer Anliegen jetzt umgesetzt wird“, meint Nikolaus Kubiczek Sprecher der Bürgerinitiative, „denn saubere Böden und sauberes Waser sind die Grundlage für ein lebenswertes Österreich.“ Niederösterreichs Umweltanwalt Mag. Thomas Hansmann hat ja ebenfalls in seinem Schreiben an die Gemeinde Langenzersdorf die Untersuchung nach Altlasten empfohlen.