Quartiersmanagement Standpunkt Floridsdorf präsentiert Chancen/Risiken-Analyse für den Standort 1210!

Quartiersmanagement Standpunkt Floridsdorf präsentiert Chancen/Risiken-Analyse für den Standort 1210!
Quartiersmanagement Standpunkt Floridsdorf: Der 21. Bezirk will sich als Unternehmens- und Industriestandort besser positionieren. Das soll vor allem mit einer besseren Vernetzung der bisherigen Standorte funktionieren. Die Stadt Wien, die Wirtschaftskammer und die Wirtschaftsagentur finanzieren daher unter dem Namen Standpunkt Floridsdorf ein eigenes Quartiersmanagement-Projekt für den 21. Bezirk.

 
Mit MMag. Michael Maritschnegg ist ein erfahrener Quartiersmanager tätig, der die Unter- nehmen in fünf definierten Betriebsgebieten im 21. Bezirk betreut und berät. Das Projektge- biet umfasst mit mehr als 312 Hektar das Industriegebiet Strebersdorf-Scheydgasse, die Gewerbegebiete Ignaz-Köck-Straße und Shuttleworthstraße sowie die Betriebsgebiete Sie- mensstraße und Postzentrum. Insgesamt sind hier rund 650 Unternehmen mit ca. 12.000 Beschäftigten ansässig.
Vorrangiges Ziel ist es durch gezielte, nachhaltige Maßnahmen die Betriebs- und Industrie- gebiete im 21. Bezirk langfristig zu sichern, zu erhalten und als attraktive Betriebsstandorte zu etablieren und neue Betriebe am Standort Floridsdorf willkommen zu heißen.
 
Dafür steht der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai ständig mit dem Quartiersmanager in Kontakt.
„Das Quartiersmanagement Standpunkt Floridsdorf ist eine wichtige Einrichtung, um in unse- rem Bezirk den richtigen Rahmen für neue Arbeitsplätze zu setzen, denn die Absicherung und Weiterentwicklung der Floridsdorfer Betriebsstandorte ist der Nährboden, um auch zu- künftig Arbeitsplätze für die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer schaffen zu können“, so der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai.
 
Eine erste wesentliche Maßnahme des Quartiersmanagement war in den letzten Monaten die Erhebung des IST-Zustands, um eine Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken durchführen zu lassen. Im Rahmen von Workshops und zahlreichen persönlichen Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern unter Einbindung des Bezirks sowie von maßgeblichen Akteuren aus den Betriebsgebieten wurden Informationen gesammelt bzw. Wünsche und Anliegen abgefragt. Diese bilden nun die Grundlage zur Erarbeitung weiterer möglicher Maßnahmen für die Sicherung und Attraktivierung der Floridsdorfer Betriebs- gebiete. Auf der Homepage www.standpunkt-floridsdorf.at kann für alle Interessierten diese so genannte SWOT-Analyse eingesehen werden.
Kurzfassung der Empfehlungen des Quartiersmanagements zur SWOT-Analyse
 
Aufgrund der SWOT-Analyse empfiehlt das Floridsdorfer Quartiersmanagement, zukunftsweisende Maßnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Ver- marktung, Kommunikation sowie Standortentwicklung und Masterplanung umzusetzen.
 
Die Ansiedlung von geeigneten Unternehmen und Schlüsselunternehmen sollte in den fünf Teilgebieten unterstützt und vorangetrieben werden. Dies soll durch die Erstellung von Mas- terplänen ermöglicht werden, die auch die Entwicklung des öffentlichen Raums, der Flächen, sowie der Infrastruktur erfassen. Ebenso kommt der Gestaltung der Grenzgebiete zu be- nachbarten Wohngebieten eine wesentliche Rolle zu.
Darüber hinaus gilt es, eine Kommunikationsbasis zwischen den Betrieben herzustellen, um die Entwicklungsfragen sowie die Nutzungsoptionen und –interessen abzuklären. Vor allem die Neuansiedler sollten verstärkt eingebunden werden. Die Kommunikation nach außen kann durch verstärkte Vermarktung erfolgen. Möglich wäre es, mit Hilfe von Gebietsprofilen, Informationstexten, Erfahrungsberichten etc. zu werben.
 
Im Bereich Infrastruktur und Energieeffizienz sind der Anschluss an den öffentlichen Verkehr, sowie der Ausbau von Straßen und Parkplätzen zentrale Anliegen der Gebietsentwicklung. Es sollte dabei sichergestellt werden dass die Flächen für den Personenverkehr oder die Solarthermie in Kooperationen zwischen den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Auch soll das Abwärmepotential (z.B.: von Datenzentren) der einzelnen Betriebe genutzt werden, um umliegende Gebäude mitzuversorgen. Als zusätzliches Erfordernis wird die Ge- währleistung einer großdimensionierten Breitbandrate für die für viele Unternehmen in der heutigen Zeit existentielle sichere Übertragung auch großen Datenvolumen in High Speed definiert.