Ruthnergasse: Anrainer gegen Raser!

Ruthnergasse:  Anrainer gegen Raser!

Mit einer Unterschriftenliste kämpfen Anrainer gegen die Raser in der Ruthnergasse. „In den letzten Jahren ist die Ruthnergasse zur Raserstrecke mutiert. Angesichts des fast geraden Verlaufes steigen viele Autofahrer auf’s Gas. 2015 wurden mobile Messgeräte aufgestellt, die zeigten, dass es hier Wahnsinnige gibt, die mit 90 km/h durchrasen”, berichtet Gabriele Schellig. Laut der Obfrau des Grätzelvereins ‘Treffpunkt Ruthnergasse’ gab es in der Vergangenheit Unfälle mit Personenschäden und sogar Todesfälle.

„Immer wieder sprechen uns vor allem Mütter und Väter an, die ihre Kinder zur Schule begleiten, weil sie sogar beim Zebrastreifen nicht gefahrlos über die Straße gehen können.” Besonders schlimm für die Anrainer, der Sommer: Motorradfahrer nützen die Strecke, um zu zeigen, was ihr Gefährt draufhat. Dabei wird mit Höllenlärm die Strecke rauf- und runter gerast, der Lärm, der die Anrainer regelmäßig aus dem Schlaf reißt, ist bis zu den hinteren Stiegen in den Seitengassen zu hören.

Meßung im Bereich der Scottgasse. Bild: Privat.Meßung im Bereich der Scottgasse. Bild: Privat.

Schellig: „Es muss endlich etwas passieren. Wir haben schon alles vorgeschlagen: Schwellen, Ampeln, Radargeräte – aber es hat sich nichts getan. Wir hoffen mit unserer politisch unabhängigen Unterschriftenliste eine Diskussion bei den politisch Verantwortlichen anzustossen!” Auch die Parkplatzsituation wird immer problematischer, so Schellig. Morgens kommen die Pendler in die Seitengassen, um ihre Autos hier abzustellen und das Stück zur Schnellbahn zu Fuß zu gehen. „Die Fahrzeuge stehen dann den ganzen Tag da. Es ist auch kein Wunder, ist der Park & Ride-Platz bei der Schnellbahnstation Siemensstraße viel zu klein und meistens voll ausgelastet. Die Hochbahnstraße ist komplett zugeparkt und die Thayagasse im Stationsbereich ebenfalls. Teilweise werden dort sogar die Ausfahrten blockiert.”

Infos zur Unterschriftenliste: treffpunkt-ruthnergasse.at