Saisonende für die Insel-Schafe!

Saisonende für die Insel-Schafe!

Nach ihrem Mäh-Einsatz auf der Donauinsel gehen die 50 Steinschafe nun in die Winterpause. Ein Comeback im Frühjahr 2020 ist bereits fixiert.

Für die über 50 Krainer Steinschafe, die seit Mai für die Stadt Wien als natürliche Rasenmäher auf der Donauinsel im Einsatz sind, galt es nun Abschiednehmen von der Insel. Alle Schafe kehrten dieser Tage wohlgenährt und unversehrt in ihren Heimatstall in Lassee in Niederösterreich zurück. Die Herde ist nicht nur vollzählig, sondern hat sich sogar noch um weitere sechs Jungschafe vergrößert! „Die Schafe haben tolle Arbeit geleistet, als natürliche Rasenmäher sorgen sie für den Erhalt der Artenvielfalt“, so Umweltstadträtin Ulli Sima. Im Frühjahr 2020 sollen die Schafe für eine weitere Saison auf der Donauinsel eingesetzt werden. Unter Aufsicht eines Schäfers grasten die Tiere am nördlichsten Zipfel der Donauinsel auf verschiedenen Flächen und ersetzten dort die maschinelle Wiesenmahd. Die Schafe gehören dem Betrieb WUK bio.pflanzen und wurden von einem Schäfer des Betriebs liebevoll betreut.

Bilanz: 73.000 m2 Wiesenfläche abgegrast

Den Schafen hat die Sommerfrische auf der Insel sichtlich gut getan. Sie haben sich ausschließlich von dem ernährt, was die Donauinsel zu bieten hat. Besonders angetan haben es ihnen Klee und Wildkräuter wie Salbei und Schafgarbe, die reichlich auf den wilden Wiesenflächen gedeihen. Nach jeweils rund einer Woche wurde der mobile Weidezaun auf eine andere Wiesenfläche versetzt. Auf diese Weise haben die Schafe in den knapp sechs Monaten insgesamt eine Fläche von rund 73.000 m2, also 7,3 ha, „abgemäht“. Und auch Nachwuchs gab es heuer: Sechs Lämmer kamen auf der Donauinsel zur Welt und verbrachten ihre ersten Lebensmonate ausschließlich auf der Insel.

Pilotprojekt Schafbeweidung 

Die Schafbeweidung versteht sich als Pilotprojekt der Stadt Wien und ist eine von vielen Maßnahmen des EU-Projekts LIFE DICCA. In diesem Projekt geht es um die Entwicklung von Maßnahmen, um die Donauinsel an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Das fünfjährige EU-Projekt wird von der Fachabteilung Wiener Gewässer durchgeführt.

Für den Einsatz von Schafen auf Grünflächen in der Stadt spricht vieles:

  • Extensive Schafbeweidung trägt zur Erhöhung der Artenvielfalt und zur Vernetzung von Biotopflächen bei. Schafe lassen beim Grasen immer auch Pflanzen übrig. Dadurch entstehen Wiesenbereiche mit längerem oder kürzerem Pflanzenstand.
  • Dazu kommt: Schafe stoßen als umweltfreundliche Rasenmäher keine Abgas-Schadstoffe aus und sind leiser als maschinelle Rasenmäher.

Die Wiener schauen auf „ihre“ Schafe 

Die Schafe sind den Wienerinnen und Wienern ans Herz gewachsen. Das zeigt sich an den vielen positiven Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern, an den vielen Likes auf der Facebook-Seite der Donauinsel und den zahlreichen Medienberichten.

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