Schulschiff: Aufregung um Posting der Sozialistischen Jugend

Schulschiff: Aufregung um Posting der Sozialistischen Jugend

Aufregung gibt es um ein Facebook-Posting der Sozialistischen Jugend Floridsdorf: Darin wird mit dem Schulschiff auf der Neuen Donau im Hintergrund ein Brief an Innenminister Herbert Kickl geschrieben. „Das Schulschiff macht Schluss mit Dir und Rassismus heißt es“ auf der ‚Postkarte‘. Darüber empört sich nicht nur die FPÖ sondern auch einzelne Eltern: „Mein Kind besucht derzeit Ihre Schule und ich höre immer wieder, dass hier direkt vor dem Schulschiff Werbung gemacht wird. Ich finde es nicht gut“, so ein besorgter Vater.

„Während die einen den Geburtstag von Lenin feiern, indoktrinieren die anderen unmündige Schüler. Der sozialistische Gesinnungsterror kennt offenbar keine Grenzen mehr. Nicht auszudenken wenn die FPÖ derartiges fabrizieren würde.“, ärgert sich Vize-Bezirksvorsteher Karl Mareda (FPÖ).

„Am 12. April haben wir im Rahmen unserer Fackelzug-Kampagne „Schluss mit Rassismus“ eine politische Aktion vor dem Schulschiff durchgeführt, aus der einer der von Ihnen angesprochenen Posts entstanden ist. Die rechtlichen Bestimmungen bezüglich der Nähe zum Schulgelände wurden selbstverständlich eingehalten“, so Thomas Huber, Vorsitzender der SJ Floridsdorf, in einer Stellungnahme. Die Nachfrage, warum hier der Eindruck erweckt würde, im Namen alle Schüler des Schulschiffs zu sprechen, blieb bislang unbeantwortet. Auch die Anfrage den Bildungsstadtrat ist derzeit noch nicht beantwortet.

Viele Eltern würden sich beschweren, so Mareda, „wollen jedoch aus Angst vor Repressalien anonym bleiben, immerhin stehen in ein paar Wochen die Zeugnisse an“. Eltern fragen sich: Ist hier wirklich in Namen aller Schüler und Schülerinnen an den Innenminister geschrieben worden. Wissen das wirklich alle Schüler? Ist unsere Schulleitung darüber informiert gewesen? „Daher forderte ich Sie auf, dass Sie an Ihrer Schule solche Werbungen oder Missbräuche in Namen der Schule unterbinden“, so ein Vater.

Bild: SJ Floridsdorf/Facebook.
Bild: SJ Floridsdorf/Facebook.