Siemensäcker in Leopoldau: Erste Bauverhandlung angesetzt

Siemensäcker in Leopoldau: Erste Bauverhandlung angesetzt

Diese Woche flatterte einigen Anrainern der Siemensäcker eine Einladung der MA 37 ins Haus. Für die Anrainer überraschend setzt die Baupolizei für Mittwoch, 25.10.2017, eine erste Bauverhandlung an. Obwohl der UVP-Feststellungsbescheid nach wie vorbei Gericht  entscheiden werden muss.

„Ein leichtsinniger Schritt von Seiten der bauwerbenden URBANBAU GmbH. Als Tochter der SOZIALBAU AG sollten die Verantwortlichen besser über den aktuellen Sachverhalt zu den Siemensäckern und EUROPAN 12 informiert sein. Unsere Beschwerde gegen den negativen UVP-Feststellungsbescheid ist nämlich nach wie vor anhängig. Mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist laut Einschätzung des Floridsdorfer Bezirksvorstehers Georg Papai (SPÖ) erst nach der Nationalratswahl Ende Oktober bis Anfang November zu rechnen“ spricht Helmut Sommerer von der örtlichen Bürgerinitiative von einem Affront.

Ihn erinnert diese Vorgehensweise an den Ablauf unseres Petitionsausschusses im Wiener Rathaus Ende 2016. Damals wurden am Vormittag im Stadtentwicklungsausschuss eilig Fakten geschaffen und die Flächenwidmung zum Großprojekt Siemensäcker beschlossen. Am Nachmittag gaukelte die Vize-Bürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen) den Vertretern unserer Bürgerinitiative vor, deren Bedenken ernst zu nehmen.

Direktor Ernst Bach von der Sozialbau AG erklärte schon vor Wochen gegenüber der Floridsdorfer Zeitung: „Für den Bau gibt es noch keine Genehmigung, dafür müssen wir erst die Gerichtsentscheidungen abwarten.“ Mit einem Baubeginn ist frühestens 2018 zu rechnen. Denn nach einer Bewilligung müssen erst di Aufträge für die einzelnen Objekte vergeben werden.