Streifzüge im Wasserpark

Streifzüge im Wasserpark

Meine lieben „Fluaridsduafa“! Meine Streifzüge durch unseren wunderschönen Heimatbezirk führten mich an einem der in Wien spärlich gewordenen echten Wintertage wieder einmal in den Wasserpark und an die Alte Donau.

Am Birner Brückerl mache ich jedes Mal eine Verschnaufpause und versuche im Südosten die ferne Wagramer Brücke zu erspähen. Und wie das so ist, kommen mir beim Anblick des Gewässers immer wieder Bilder aus längst vergangenen Tagen in den Sinn. Diesmal waren es Bilder von der zugefrorenen Alten Donau, auf deren vom Schnee befreiter Eisfläche sich hunderte Eisläuferinnen und Eisläufer tummelten. Jung und Alt vergnügten sich dort in meinen Kindertagen, teils recht ungelenk und teils sichtlich kufenkundig.

Doch alle vereinte die Begeisterung an wärmenden Bewegungen an eisigkalten Wintertagen. Freilich war dieses Vergnügen nicht immer ungefährlich. Immer wieder musste die Feuerwehr allzu kühne Schlittschuhläufer aus lebensgefährlicher Lage retten, wenn diese die Tragkraft des Eises überschätzt hatten. Es braucht schon recht viele Tage sehr tiefer Temperaturen, bis die Eisdecke stark genug zum gefahrlosen Betreten ist. Aber dann trägt es auch rasante Eishockeycracks und auch beleibtere Beherrscher eines Axel-Paulsens, Salchows oder Rittbergers.

Eigentlich ist in Wien ja das Eislaufen auf Natureisflächen der Wiener Gewässer generell verboten. Umso beliebter ist es aber, kostet es doch nicht mehr als die Ausrüstung. Wem die Gefahr dennoch zu groß ist, dem bieten sich in Wien auch viele gepflegte Kunsteisflächen, zum Teil mit großen Namen vergangener Eislaufgeschichte verbunden, wie etwa dem des Eduard Engelmann in Hernals oder des Wiener Eislaufvereins. Leider sind die internationalen Erfolge von Österreichern im Eiskunstlauf recht spärlich geworden.

Na ja, ich hab’s auch nie so richtig probiert. Seid vorsichtig, liebe Freundinnen und Freunde, wenn ihr aus lauter Wohlgefühl auf’s Eis tanzen geht, und passt auf Euch auf! Alles Liebe, Euer Gerald Pichowetz.