Verkehrsverbund Ost: Bald einheitlicher Tarif für alle Gerasdorfer?

Verkehrsverbund Ost: Bald einheitlicher Tarif für alle Gerasdorfer?

Die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien hat Nachteile im Tarifsystem des Verkehrsverbundes Ost (VOR). Bürgermeister Alexander Vojta kämpft für einen einheitlichen Tarif für alle GerasdorferInnen.

Wenn Sie einen Wiener Linien Fahrschein haben, dann können Sie damit bis zum Bahnhof Gerasdorf fahren. Liegt Ihr Ziel jedoch in einem anderen Ortsteil der Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien, müssen Sie für Ihren Fahrschein einen Aufpreis zahlen. Die Stadtgemeinde befindet sich an der Tarifzonengrenze. Während Gerasdorf und Oberlisse zur Wiener Kernzone zählen, fallen die Orte Kapellerfeld, Seyring und Föhrenhain in die 1. Außenzone. Besonders für BewohnerInnen dieser Ortsteile hat dies finanzielle Folgen. Für die Jahreskarte der Wiener Linien zahlen sie einen Aufpreis von 255,- EUR.

Bürgermeister Vojta: „Die Versprechen von Politikern des Landes Niederösterreich für einen einheitlichen Tarif in ganz Gerasdorf wurde nie eingelöst, auch nicht bei der letzten Tarifreform. Da diese Ungerechtigkeit endlich beseitigt werden muss, nimmt die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand. Ich werde in der Gemeinderats-Sitzung am 24. September 2019 beantragen, dass ab dem Jahr 2020 der Aufschlag für die 1. Außenzone für alle Gerasdorfer Besitzer einer Jahreskarte von der Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien refundiert wird.“

Das bedeutet konkret, dass alle BewohnerInnen aus Kapellerfeld, Seyring und Föhrenhain in Zukunft für ihre Jahreskarte auch nur 365,- EUR bezahlen müssten (statt derzeit 620,- EUR) und den Aufpreis für die 1. Außenzone von der Stadtgemeinde zurückerhalten. Diese Regelung soll auch für Pensionisten gelten. Sie zahlen in Zukunft nur 235,- EUR für die ganzjährige Fahrt (statt derzeit 490,- EUR). Für die Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens hofft Bürgermeister Alexander Vojta auf eine Unterstützung der anderen Parteien bei der Abstimmung im Gemeinderat.