Wird Franz Jonas Platz Begegnungszone?

Wird Franz Jonas Platz Begegnungszone?

Temporeduktion auf 20 km/h geplant. Mehr Sicherheit für Fußgänger.

Geht es nach der SPÖ-Floridsdorf, bekommt der 21. Bezirk bald seine erste Begegnungszone: Entstehen soll sie am Franz-Jonas-Platz. Einen entprechenden Antrag hat die SPÖ in der Bezirksvertretungssitzung am 12. Juni eingebracht. Vorerst sollen die Verkehrskommission beraten und dann MA46 und die MA28 ein Konzept erstellen und eine Kostenschätzung vorlegen. Es wäre übrigens erst die achte Begegnungszone in ganz Wien, die zweite außerhalb des Gürtels (Reschgasse in Meidling) und die erste auf unserer Seite der Donau.

Bernhard Herzog, SPÖ-Klubvorsitzender, begründet den Antrag: „Eine Begegnungszone am Franz-Jonas-Platz könnte ein weiterer Schritt in Richtung verbesserter Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität sein.“

Verkehrskommissionschef Josef Fischer ergänzt: „Eigentlich ist der Platz bereits eine Begegnungszone, denn er wird überall gequert und alle nehmen aufeinander Rücksicht.” Konkret soll der Straßenbereich von der Ecke mit Post/Bawag (Nr.8) bis zum Beginn der Schöpfleuthnergasse in eine Begegnungszone verwandelt werden. Also jener Bereich, in dem auch öffentlicher Verkehr zugelassen ist. Dort, wo Schienen sind, ist keine Begegnungszone möglich. Geplant ist eine Temporeduktion von 20 km/h. Vorteil: Aufgrund der Bushaltestellen ist nicht wie sonst in Begegnungszonen eine Niveaugleichheit von Fahrbahn und Gehsteig notwendig.

Fischer verspricht sich vor allem für Fußgänger mehr Verkehrssicherheit: „Denn der wesentliche Unterschied zum Ist-Zustand wäre, dass Fußgänger im gesamten Bereich Vorrang haben.” Selbstverständlich darf jeder Verkehrsteilnehmer den Franz-Jonas-Platz weiter benutzen. Die Kosten sollten laut Grobschätzung unter 10.000 Euro liegen, da nur wenige Tafeln neu aufgestellt werden müssen.

  • Die FPÖ will das zeitlich begrenzte Fahrverbot in der Unterführung Schloßhofer Straße für Taxis aufheben. Außerdem soll der Zebrastreifen Höhe Franz-Jonas-Platz 2-3 (beim Billa) in einen geregelten Schutzweg – also mit Ampel – umgewandelt werden.
  • Die Grünen wollen, dass der neugestaltete Pius-Parsch-Platz eine Beschattung erhält. Heinz Berger: „Der Platz soll speziell auch in Hitzeperioden eine angenehme Aufenthaltsqualität für Menschen, die keinen Garten haben, bieten.” Auch temporäre Lösungen sind vorstellbar. -H.Neumayer