Wohnbauprojekt: Gefahr im Verzug durch Wassereintritt?

Wohnbauprojekt: Gefahr im  Verzug durch Wassereintritt?
Unter keinem guten Stern steht das auf dem Areal der ehemaligen ‘Zielpunkt’-Filiale in der Leopoldauer Straße 70-72 in Bau befindliche Wohnblock-Projekt. Findet zumindest WIFF - Wir für Floridsdorf Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Seit Monaten kämpft die dort tätige Baufirma vergeblich gegen massive Grundwassereinbrüche.” Am 10. April gab es wieder einmal einen Alarmeinsatz des Magistrats/Wiener Gewässermanagement, nachdem sich Anrainer aus dem benachbarten Gemeindebau über nächtliches Plätschern in der Baugrube und den Lärm, der ohne Unterlass laufenden Wasserpumpen, beschwert hatten.

113 Wohnungen sind geplant. Bild: Wohnkompanie.
113 Wohnungen sind geplant. Bild: Wohnkompanie.

„Die zwei geplanten Tiefgaragen-Geschoße werden angesichts des permanenten Grundwassereinbruchs immer unrealistischer“, glaubt Schimanek nach seinem Lokalaugenschein.

Anrainer berichten noch von einem weiteren Gefahrenherd: Die erst kürzlich neu mit Flüssigasphalt ausgegossenen Betonflächen hätten sich wieder leicht abgesenkt, die Fugen wurden breiter, der Asphalt klafft erneut auseinander. Schimanek wittert Gefahr: „Das lässt vermuten, dass der gesamte Parkplatz nach und nach unterspült wird und sich daher im Laufe der Zeit weiter absenken könnte”.
„Es gibt keinen Grund zur Sorge”, lässt die Sprecherin des Errichters ‘Die Wohnkompanie‘ ausrichten: „Das Grundwasser wird nicht abgepumpt, sondern Oberflächenwasser. Es handelt sich um wiederkehrende Pumpaktivitäten, die bei einem Bau üblich sind. Die Risse im Asphalt können auf unterschiedliche Ursachen zurückgeführt werden, stellen aber keine Gefahr dar.“   -Hannes Neumayer