Samstag, 11. April, 2026
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27er: Neue Straßenbahn fährt ab 6. Oktober

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Linie 27 bei der Haltstelle Aspern Nord/ Mayrederbrücke. Bild: Wiener Linien/Simon Wöhrer.
Linie 27 bei der Haltstelle Aspern Nord/ Mayrederbrücke. Bild: Wiener Linien/Simon Wöhrer.

Es geht los mit der neuen Straßenbahnlinie 27! Ab 6. Oktober verbindet der 27er Floridsdorf und die Donaustadt und bietet eine Öffi-Verbindung mit zahlreichen Umstiegsmöglichkeiten. Von Strebersdorf fährt die Linie 27 über die bestehende Strecke der Linie 26 bis zur Prinzgasse und von dort weiter über die 2,4 km lange Neubaustrecke entlang der künftigen Hirschstettner Hauptallee bis nach Aspern Nord. Fahrgäste können auf gleich drei U-Bahn-Linien (U6, U1, U2) sowie zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien und die S-Bahn umsteigen. Neue Strecke und neue Stationen gibt es nur im 22. Bezirk. Inwieweit der 27er im Verbund mit den Linen 25 und 26 eine Intervallverdichtung im 21. Bezirk bedeutet, wird erst ein detaillerter Blick auf die Fahrpläne zeigen – die noch nicht verfügbar sind …

Im Rahmen der heutigen Premierenfahrt im 22. Bezirk stellten Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl sowie die Bezirksvorsteher des 21. und 22. Bezirks gemeinsam mit Selma Arapović, Klubobfrau der NEOS Wien, die neueste Linie im Wiener Öffi-Netz vor. Im Norden fährt der 27er zur U6 Floridsdorf und weiter über die U1 Kagraner Platz, von hier braucht man mit der Linie 27 nur rund 17 Minuten bis zur U2-Station Aspern Nord. Beim neuen Öffi-Knoten treffen sich nun U-Bahn, S-Bahn, Busse und die neue Straßenbahn. Ein besonderes Highlight: Das 120 Meter lange und rund 15 Meter breite, neu errichtete Brückentragwerk bei Aspern Nord: Darauf fährt die Linie 27 über der U2 und der S-Bahn. Von der Bim-Haltestelle Aspern Nord/Mayrederbrücke können die Fahrgäste bequem auf die U2 und die S-Bahn oder vice versa umsteigen. „Die neue Linie 27 ist ein starkes Signal für eine funktionierende Stadt, die eines der größten Straßenbahnnetze der Welt noch weiter ausbaut. Sie ist eine wichtige Querverbindung zwischen den wachsenden Bezirke Floridsdorf und Donaustadt und zeigt, dass wir mutig in die Zukunft investieren – für eine moderne, lebenswerte Mobilität, die für alle da ist“, so Selma Arapović, Klubobfrau der NEOS Wien.

Streckenführung Linie 27. Grafik: Wiener Linien.
Streckenführung Linie 27. Grafik: Wiener Linien.

Von 28 Haltestellen wurden sechs neu errichtet. Ein Plus für die Fahrgäste: Die Neubaustrecke entlang den Haltestellen Berresgasse, Scheedgasse, Stemolakgasse, Schukowitzgasse, Aspern Nord/Mayrederbrücke sowie Aspern Nord ist größtenteils unabhängig vom PKW-Verkehr und damit besonders zuverlässig. Mit der Linie 27 erweitern wir das Wiener Straßenbahnnetz um eine leistungsstarke Verbindung, die mit dem weiteren Ausbau der Stadtentwicklungsgebiete künftig rund 20.000 Fahrgäste täglich umweltfreundlich ans Ziel bringt. Besonders wichtig ist uns dabei, dass wir nicht nur neue Strecken schaffen, sondern auch die Qualität und Zuverlässigkeit im Öffi-Netz weiter erhöhen. Zu Spitzenzeiten können wir beim 27er gemeinsam mit der Linie 26 sogar ein 3,5-Minuten-Intervall bieten“, so Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien. An Schultagen wird die Linie 27 während der Morgenspitze im 6,5-Minuten-Takt sowie am Nachmittag im 7,5-Minuten-Intervall unterwegs sein.

Linie 27: Sechs neue Haltestellen und 120 Meter langes Brückentragwerk

Die Stadtentwicklungsgebiete Berresgasse und Heidjöchl erhalten von Beginn an eine direkte, hochrangige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Insgesamt werden nach Fertigstellung der neuen Stadtteile 34.000 Anrainer in Gehdistanz von der neuen Straßenbahnlinie profitieren – auch das betrifft nur Donaustädter. Eher wenige Floridsdorfer werden vom Spitz bis nach Aspern Nord fahren.

V.l.n.r.:  Angelika Pipal-Leixner, Mobilitätssprecherin NEOS; Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Donaustadt; Selma Arapović, Klubobfrau der NEOS Wien;  Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung Wiener Linien;  Ulli Sima, Stadträtin für Mobilität, Stadtplanung und Wiener Stadtwerke; Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf; Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender & Vorsitzender des Unterausschusses der Wiener Stadtwerke. Bild: Wiener Linien/Simon Wöhrer.
V.l.n.r.: Angelika Pipal-Leixner, Mobilitätssprecherin NEOS; Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Donaustadt; Selma Arapović, Klubobfrau der NEOS Wien; Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung Wiener Linien; Ulli Sima, Stadträtin für Mobilität, Stadtplanung und Wiener Stadtwerke; Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf; Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender & Vorsitzender des Unterausschusses der Wiener Stadtwerke. Bild: Wiener Linien/Simon Wöhrer.

„Ab 6. Oktober bringen wir mit der Linie 27 bereits die zweite neue Straßenbahn in diesem Jahr auf Schiene! Die 27er verbindet zwei stark wachsende Bezirke miteinander und schafft mit insgesamt 13,5 Kilometer Strecke, davon 2,4 Kilometer Neubaustrecke, Anschluss an gleich drei U-Bahnen sowie die S-Bahn. Besonders stolz bin ich auf die klimafitte Gestaltung ganz nach unserem Motto „Raus aus dem Asphalt“ entlang der künftigen Hirschstettner Hauptallee: Hier haben wir bereits 300 Bäume für den modernen Grün-Boulevard gepflanzt und ein 800 Meter langes Grüngleis gebaut. Der neue Zwei-Richtungs-Radweg mit 1,8 Kilometer Länge führt durchgängig bis in die Seestadt“, so Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

800 Meter Grüngleis und Grün-Boulevard auf Hirschstettner Hauptallee

Herzstück der Neubaustrecke ist die künftige Hirschstettner Hauptallee, ein dreispuriger Grün-Boulevard ohne Autoverkehr. Denn diese Strecke teilen sich Öffi-Fahrgäste, Radfahrer*innen und Zufußgehende. Dort ist die Linie 27 auf einem 800 Meter langen, klimafitten Grüngleis unterwegs, während Radfahrer*innen auf dem baulich getrennten 1,8 Kilometer langen Zwei-Richtungs-Radweg bis in die Seestadt gelangen. Damit gibt es eine durchgängige Radverbindung von dem beliebten Badeteich Hirschstetten direkt in die Seestadt. 300 neu gepflanzte Bäume entlang der Strecke ergänzen bereits jetzt die klimafreundliche Neugestaltung und spenden Schatten an heißen Sommertagen. Ein weiteres Plus: Durch die neue Straßenbahnlinie 27 ergibt sich ein CO2-Einsparungspotenzial von bis zu 1.600 Tonnen pro Jahr, heißt es in einer Aussendung.

Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf: „Die neue Linie bedeutet nicht nur eine deutliche Verbesserung der Querverbindung zwischen Floridsdorf und Donaustadt. Die Verstärkung auf dem Abschnitt gemeinsam mit dem 26er ist ein wichtiger Impuls zur Stärkung der Achse Prager Straße. Auch wird die Voraussetzung geschaffen, dass künftig das Stadterweiterungsgebiet Donaufeld erschlossen werden kann und auf der Donaufelder Straße trotzdem ausreichend Kapazität vorhanden ist.“

Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Donaustadt: „Mit der Linie 27 entsteht nicht nur eine noch stärkere Querverbindung zwischen der Donaustadt und Floridsdorf, sondern es werden vor allem die bereits bestehenden und zukünftigen Donaustädter*innen in den Stadtentwicklungsgebieten profitieren. Gerade durch den neuen Abschnitt zwischen Berresgasse und Aspern Nord entsteht hier eine starke Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die neue Verbindung wird einen großen Anteil an der hohen Lebensqualität in der Umgebung haben.“