5-Millionen-Projekt: Neues Freibad

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Freifläche Edi-Finger-Gasse. Hier ist das neue Freibad geplant. Bild: Google Maps.
Freifläche Edi-Finger-Gasse. Hier ist das neue Freibad geplant. Bild: Google Maps.

17 Anfragen und 35 Anträge gab es in der Sitzung der Floridsdorfer Bezirksvertretung am November. Die Highlights:
Auf einer freien Fläche in der Edi-Finger-Gasse soll das neue Stammersdorfer Freibad errichtet werden. Derzeit ist die 3.500 m2 Fläche noch Bauland und es braucht eine Umwidmung. Geplant sind zwei Becken und ein Gastro-Kiosk, so Bezirksrätin Martina Haslinger-Spitzer (SPÖ). Die Grünfläche mit Bäumen soll erhalten bleiben. Dazu muss es noch einen Grundsatzbeschluss im Bezirk geben, um insgesamt ein 5-Millionen-Budget freizumachen. Baubeginn soll 2027 sein und Fertigstellung 2029, um das Budget auf drei Jahre zu verteilen.

Das Projekt stößt aber nicht nur auf Begeisterung. Kritik kommt von der FPÖ: „Das 3.500 m2 große Grundstück ist mindestens 2,5 Millionen Euro wert und schon als Bauland gewidmet. Statt woanders Grund zu kaufen, sollte die Gemeinde Wien hier einen Gemeindebau neu bauen oder an Bauträger verkaufen“, meint Bezirksrat Karl Mareda. Allein der Abriss des alten Bades würde 500.000 Euro kosten. Sein Fazit: „Wir brauchen in Floridsdorf leistbares Wohnen und kein zusätzliches Freibad. Denn das aktuelle Freibad ums Eck ist überhaupt nicht ausgelastet“

  • Versteckt hinter einer Plakatwand in der Linken Nordbahngasse gibt es ÖBB-Flächen, die nun auch offiziell kleingärtnerisch genutzt werden sollen.
  • Bis Ende April ist wieder das Notquartier für Wohnungslose am Winkeläckerweg für 30 Frauen und 63 Männer geöffnet, so Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ).
  • Nach einem Antrag der Grünen hat die MA19 nun einen „diskussionswürdigen“ Entwurf für die Neugestaltung der Schutzzone Jedlesee vorgelegt, der im Bauausschuss diskutiert werden wird.
  • Die ÖBB-Station Brünner Straße wird auf 220 Meter verlängert, jedoch nicht die Stationen Jedlersdorf und Strebersdorf, ist die Antwort auf einen KPÖ-Antrag.
  • Der Hans-Hirsch-Park wird erweitert. Dafür wurde nun das notwendige Budget von insgesamt 750.000 Euro freigegeben.
  • Anfragen der ÖVP ergaben, dass es seit Jänner 2025 ein eigenes dreiköpfiges Fair-Play-Team im 21. Bezirk gibt. Schwerpunktgebiete sind etwa Nordrandsiedlung, Satzingerweg, oder Siedlung Autokaderstraße. In der Nordrandsiedlung gab es heuer laut Polizei 19 Anzeigen, eine Halbierung, die auf den Erfolg von Vernetzungsveranstaltungen zurückgeführt wird …
  • Eine Mehrparteienresolution gegen Gewalt an Frauen und Kindern wurde einstimmig beschlossen.
  • Anträge der FPÖ werden in der Verkehrskommission beraten:
    Einsatz von E-H2-Bussen auf der Linie 27B, ein Wartehäuschen an der Station der Linie 29B in der Pastorstraße, eine Langsamfahrzone für E-Scooter und bauliche Maßnahmen beim Satzingerweg.
  • Ebenso Anträge der Grünen für eine Beschleunigung des 33A, Verkehrssicherheit an der Kreuzung Siemensstraße und Ruthnergasse, Verkehrsberuhigung Illgasse und Aistgasse, sicherer Schulweg Brünner Straße / Peter-Berner-Straße.
  • Folgende NEOS-Anträge werden beraten: Personenlift am Bahnhof Leopoldau, Freigabe öffentlicher Flächen als ,Wienerwände‘.
  • Ein Antrag der NEOS zum Skaterpark Lorettowiese ergab, dass als Abgrenzung 2026 Sträucher gepflanzt werden.
  • Ein KPÖ-Antrag zur Benennung einer Verkehrsfläche nach dem Widerstandskämpfer Bruno Sokoll wurde angenommen. -H.N.