„630 Euro pro Jahr Mehrkosten“

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ÖVP-Gemeinderat Erol Holawatsch. Bild: Philipp Monihart/ÖVP.
ÖVP-Gemeinderat Erol Holawatsch. Bild: Philipp Monihart/ÖVP.

ÖVP gegen Parkpickerl und fordert ein umfassendes Verkehrskonzept.

Weiter Wirbel um die geplante Einführung des Parkpickerls in Floridsdorf mit März 2022. „Das bedeutet oft auch Doppelbelastung für Familien. Das Parkpickerl allein ist nicht die Lösung des Problems! Floridsdorf braucht ein umfassendes Verkehrskonzept!“, fordert ÖVP-Gemeinderat Erol Holawatsch.
Er hält die Einführung des Parkpickerls „einmal mehr nur um eine Geldbeschaffungsaktion“. Sein Rechenbeispiel ist eine alleinerziehende Mutter. Sie wohnt in Floridsdorf und fährt ihr Kind dreimal die Woche zum Fußballtraining in die Donaustadt. Dort parkt sie jeweils zwei Stunden – sprich sechs Stunden in der Woche. Da das Parken in den Bezirken 21 und 22 großteils gratis war, fallen jetzt folgende Kosten für die Mutter an: 120 Euro im Jahr für das neue Parkpickerl in Floridsdorf und 2,20 Euro pro Stunde in der Donaustadt. Holawatsch: „13,20 Euro pro Woche, 52,80 Euro pro Monat. Rechnen wir mit neun Monaten im Jahr, dann macht das 475,20 Euro. Mit allen Parkpickerlkosten sind das fast 630 Euro im Jahr Mehrkosten für die Alleinerzieherin!“

Stein

Schon seit Jahren fordert die ÖVP Floridsdorf ein umfassendes Verkehrskonzept: raschen Ausbau der U6 bis Stammersdorf und die Errichtung der Park-&-Ride-Anlage am Stadtrand, um bereits den Pendlerverkehr am Stadtrand abzufangen: „Ich bin klar gegen Maßnahmen ohne Steuerungseffekte, die nur darauf abzielen die Stadtkasse zu füllen. Die Zukunft liegt beim Umstieg auf den öffentlichen Verkehr, wir müssen aber alles tun, um einen solchen Umstieg attraktiv zu machen.“

Übrigens: Dieser Tage flatterte vielen Floridsdorfern ein Schreiben ‘Wichtige Informationen zum Parkpickerl’ ins Haus mit Infos zu Kurzparkzonen, Pickerlkosten und dem Antrag. Ab Dezember können auch Floridsdorfer das Parkpickerl beantragen. Infos: parken.wien.gv.at