Mittwoch, 16. September, 2026
Start 8-9/2026 Alte Donau: Stege für Alle?

Alte Donau: Stege für Alle?

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Markus S. an der Alten Donau. Bild: zVg.
Markus S. an der Alten Donau. Bild: zVg.

An der oberen Alten Donau wurde nicht nur letztes Jahr der Heller-Park geschaffen, sondern seit einiger Zeit gibt es im Bereich Fultonstraße bis Drygalskiweg auch neue Stege am Wasser! „Leider ist nicht ein einziger barrierefrei“, ist Markus S. enttäuscht.

Er wohnt keine drei Minuten entfernt und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Möglichst direkt zum Wasser zu gelangen, wäre für ihn ein Herzenswunsch. An Stegen an der unteren Alten Donau ist das möglich. Wobei der Vergleich hinkt: Am Heller-Park führt eine steile Treppe über die Uferböschung zu den Stegen, ein paar Kilometer weiter in der Donaustadt ist der Stegzugang beinahe auf gleichem Niveau möglich. Markus S.: „Deswegen ist mir auch klar, dass das nicht so einfach zu lösen ist. Aber das Problem haben ja auch Eltern, die mit dem Kinderwagen zum Wasser und die Stege nutzen wollen.“

Unterstützung kommt aktuell von der Floridsdorfer FPÖ. Für die September-Sitzung der Bezirksvertretung wurde bereits ein entsprechender Antrag eingebracht. Bezirksrat Karl Mareda: „Vielleicht kann man nicht bei allen Stegen einen barrierefreien Zugang schaffen. Aber bei ein oder zwei Stegen sollte das möglich sein.“

An der unteren Alten Donau wurden erst im Frühjahr die neu gestalteten Stege präsentiert. In einer Aussendung freute sich die Stadt Wien, dass es „nun einen sicheren und komfortablen Zugang“ gibt: „Darüber hinaus wurden die Zugänge zu den Plattformen niveaufrei ausgeführt, wodurch insbesondere ältere Menschen sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität von einer verbesserten Zugänglichkeit profitieren.“

Karl Mareda (FPÖ). Bild: FPÖ.
Karl Mareda (FPÖ). Bild: FPÖ.

Für den Bereich um den Heller-Park sieht es schlecht aus. Die zuständige MA45: „Durch den steilen Uferbereich konnte ein barrierefreier Zugang direkt in das Wasser leider nicht umgesetzt werden. Der dafür notwendige Platzbedarf und die dafür notwendigen finanziellen Mittel wären einfach zu groß und nur mit großräumigen Uferverbauten zur Herstellung von Rampenanlagen unter Entfernung der Uferbäume umsetzbar.“ Denn unsichtbar verlaufen in der Böschung auch diverse Leitungen. -Hannes Neumayer