Am Freitag startet der Christbaumverkauf an 234 Wiener Marktplätzen

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Symbolbild Christbaumverkauf. Bild: MA 59.
Symbolbild Christbaumverkauf. Bild: MA 59.

Alle Jahre wieder: Rund 400.000 Weihnachtsbäume werden in Wien in der Weihnachtszeit verkauft. Los geht es heuer am 12. Dezember an insgesamt 234 Standorten in Wien, täglich von 8 Uhr bis maximal 20 Uhr.

„Mit der in Wien bestehenden Vielzahl an möglichen Christbaummarktplätzen ist vom Marktamt gewährleistet, dass ausreichend Bäume für alle Wiener*innen angeboten werden können. Die Abdeckung des Bedarfs ist jedenfalls gesichert“, betont Marktamtsdirektor Andreas Kutheil.

Das Marktamt regelt die jährliche Platzvergabe der Christbaum-Marktplätze und kontrolliert die Preisauszeichnung sowie die Einhaltung der genehmigten Standgröße.

Die Auswahl der Bäume reicht von der heimischen Tanne bis zur dänischen Fichte. In Wien wird die Tanne aufgrund ihrer kräftigen Farbe und der im Verhältnis stumpfen Nadeln bevorzugt. Bei den Christbäumen auf den Wiener Standplätzen werden vorwiegend Bäume direkt von heimischen Produzenten angeboten. Für eine heimische Tanne ist mit 25 bis 70 Euro pro Meter zu rechnen, eine Blaufichte ist ebenfalls zwischen 20 und 50 Euro pro Meter zu haben.

Ein Tipp, damit der Christbaum an Heiligabend auch knackig grün ist: Der Nadelbaum sollte nach dem Kauf nach Möglichkeit im Freien aufbewahrt werden oder erst kurz vor dem 24. Dezember gekauft und in ein Gefäß mit Wasser gestellt werden. Wer echte Kerzen verwendet, sollte diese nur in den ersten Tagen anzünden und den Baum nie unbeaufsichtigt lassen, da die Brandgefahr erfahrungsgemäß sehr groß ist.

Nähere Informationen gibt es beim Marktamts-Telefon unter der Wiener Telefonnummer 4000 – 8090. Das Marktamts-Telefon ist Montag bis Freitag zwischen 7:30 und 21 Uhr, Samstag zwischen 8 und 18 Uhr und Sonntag zwischen 9 und 15 Uhr besetzt.

Christbaum richtig im Auto transportieren

Laut einer repräsentativen ÖAMTC Umfrage planen rund drei Viertel der Österreicher, sich einen Weihnachtsbaum zuzulegen. Da die Verkaufsstände jedoch selten direkt vor der Haustür liegen und viele Bäume nicht gerade handlich sind, werden die meisten von ihnen mit dem Auto nach Hause transportiert. Dabei ist besondere Vorsicht geboten – nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch aus rechtlicher Sicht. „Wer den Weihnachtsbaum mit dem Auto transportiert, muss unbedingt auf eine sachgerechte Ladungssicherung achten. Verstöße können mit bis zu 10.000 Euro Strafe geahndet werden“, warnt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. 

Auch rund um das „Wie“ gibt es beim Transport einiges zu beachten. ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl erklärt die wichtigsten Maßnahmen, um Gefahren zu vermeiden und sicher mit unversehrtem Baum am Ziel anzukommen.

* Im Auto: Beim Transport im Innenraum sollte der Baum gut verzurrt und möglichst quer zur Fahrtrichtung gelagert werden. „Entscheidend ist, dass Lenker:innen freie Sicht behalten – nach vorne, zur Seite und über den Rückspiegel“, betont Steffan Kerbl. „Ist das Heckfenster verdeckt, muss zumindest die Sicht durch beide Seitenspiegel gewährleistet sein.“ Wichtig ist zudem, dass Handbremse, Schalthebel und Bedienelemente problemlos erreichbar sind. Bleibt die Heckklappe während des Transports offen, dürfen Kennzeichen, Rückleuchten und Blinker nicht verdeckt werden. Auf jeden Fall sollte der Kofferraumdeckel nach unten gespannt werden – idealerweise mit Textilspanngurten. Außerdem kann eine Unterlage helfen, den Lack vor Kratzern durch Äste und Nadeln zu schützen.

* Am Autodach: Beim Dachtransport sollte die Baumspitze nach hinten zeigen. Der Baum sollte im Netz bleiben und vorne und hinten mit breiten, widerstandsfähigen Textilspanngurten mit Metallverschluss am Gepäckträger montiert werden. Gummispanner sind dafür ungeeignet. „Ragt der Baum mehr als einen Meter über das Fahrzeug hinaus, ist er mit einer entsprechenden Warntafel zu kennzeichnen“, weiß Kerbl. Auch hier hilft eine Unterlage, die das Fahrzeug vor Verschmutzungen durch Harz und herabfallende Nadeln schützt.

* Mit dem Fahrrad: Für kürzere Strecken ist auch der Transport per Lastenrad oder Fahrrad mit Anhänger möglich. Aber auch hier gilt: Sicherheit zuerst. „Der Christbaum darf die Sicht der Radfahrenden nicht beeinträchtigen und muss so gesichert sein, dass er sich nicht lösen kann – den Baum daher unbedingt gut verzurren“, so der ÖAMTC-Experte. „Kommt es dennoch zu Schäden, etwa an parkenden Autos, sind diese im Regelfall durch eine Privathaftpflichtversicherung gedeckt“, ergänzt Verena Pronebner.

* Öffentliche Verkehrsmittel: Für den Transport mit Bus, Bahn oder U-Bahn empfiehlt die Juristin, vorab die Beförderungsbedingungen zu prüfen oder direkt beim jeweiligen Verkehrsunternehmen nachzufragen, ob und unter welchen Voraussetzungen – etwa außerhalb der Stoßzeiten – die Mitnahme eines Christbaums erlaubt ist.