Samstag, 7. März, 2026
Start Aus dem Bezirk Anrainerparken: Bezirks-Neos unterstützen SPÖ-Vorschlag

Anrainerparken: Bezirks-Neos unterstützen SPÖ-Vorschlag

291
Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef „Pepi Fischer“ (SPÖ) und Judith Lederer, Klubvorsitzende der NEOS in Floridsdorf. Bild: Georg Papai.
Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef „Pepi Fischer“ (SPÖ) und Judith Lederer, Klubvorsitzende der NEOS in Floridsdorf. Bild: Georg Papai.

Das kürzlich von der SPÖ Floridsdorf geforderte Anrainerparken wird auch von den NEOS unterstützt. In der Februarsitzung der Bezirksvertretung wird die Partei nun einen entsprechenden Antrag auf Prüfung eines solchen einbringen. Auch die Floridsdorfer NEOS stellen sich hinter den Vorstoß und sagen ihre Unterstützung bei der kommenden Abstimmung zu.

Die Parkplatzsituation im Bezirk ist in manchen Grätzln durchaus angespannt. Als Autofahrer ist das eine altbekannte Situation. Insbesondere sperrige Firmenkastenwägen mit wienweitem Parkpickerl blockieren wertvollen Parkraum in dichtbewohnten Wohngebieten von Floridsdorf, wie westlich der Prager Straße in Jedlesee oder in Teilen von Großjedlersdorf. Das seit Anfang 2022 flächendeckend gültige Parkpickerl hat die Situation bereits verbessert, trotzdem sind weitere Regelungen nötig, um die Parkplatzsituation für die Floridsdorfer*innen zu verbessern.

Mitte Jänner hat die SPÖ Floridsdorf mit einer neuen Maßnahme aufhorchen lassen: Dem erstmaligen Zonieren von Anrainer*innenparken im Bezirk. Einen entsprechenden Antrag bringen die Sozialdemokrat*innen in der kommenden Bezirksvertretungssitzung am 11. Februar ein. Darin fordern sie die zuständige Verkehrsbehörde MA 46 auf, mittels Auslastungserhebung in den betroffenen Grätzln zu prüfen, ob die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Das ist der Fall, wenn bei einer Parkplatzzählung 90 Prozent des verfügbaren Parkraums besetzt sind. In einem nächsten Schritt können per Verordnung 30 Prozent der Stellplätze exklusiv für Anwohner*innen reserviert werden – gültig an ausnahmslos allen Tagen der Woche und rund um die Uhr. Dabei gelten alle auf Floridsdorfer Adressen zugelassenen zweispurigen KFZ als Anwohner*innenfahrzeuge. Nach einem Jahr soll dann evaluiert werden damit allfällige Anpassungen getroffen werden können.

Wie bedeutend dieser Schritt für die Parkraumsituation wäre, weiß Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef „Pepi Fischer“ (SPÖ) nur zu gut. Schließlich ist er seit Jahren auch Chef der Floridsdorfer Verkehrskommission. Voller Überzeugung betont er daher: „Als Bezirkspolitiker*innen sind wir in erster Linie der Floridsdorfer Bevölkerung verpflichtet. Viele bei uns besitzen ein eigenes Auto und sind daher zu Recht zornig, wenn die Suche nach einem freien Platz regelmäßig zu einer Grätzlrundfahrt ausartet. Es braucht daher wirksame und schnelle Lösungen im Sinne der Mobilitätsbedürfnissee der Florisdorfer*innen. Die Festlegung von Bereichen wo Anrainer*innenparken möglich ist, entlastet beim leidigen Parkplatzdruck und reduziert spürbar den Weg zwischen Auto und Wohnung. Es freut mich daher sehr, dass NEOS Floridsdorf bei dieser wirklich sinnvollen Maßnahme mitzieht.“

Auch die NEOS in Floridsdorf sind von der Sinnhaftigkeit des Anliegens überzeugt. „Wir beobachten die Situation im Bezirk schon seit längerem und haben letztes Jahr auch direkt bei der MA 46 nachgefragt, die ein Anrainer*innenparken als nicht durchführbar abgelehnt hat. Wir begrüßen daher den Vorstoß, eine Prüfung der Parkplatzsituation im Bezirk in die Wege zu leiten. Allein durch den Umbau in der Anton-Störck-Gasse sind 24 Parkplätze weggefallen, was die Anrainer*innen vor große Herausforderungen stellt. Hier müssen wir dringend Abhilfe schaffen“, meint Judith Lederer, Klubvorsitzende der NEOS in Floridsdorf und wird den Antrag in der kommenden Sitzung daher auf jeden Fall unterstützen.