Freitag, 13. Februar, 2026
Start Jedlesee Anrainerparken für Jedlesee soll geprüft werden

Anrainerparken für Jedlesee soll geprüft werden

914
lubvorsitzende der SPÖ Floridsdorf Barbara Cermak, Bezirksvorsteher Georg Papai und sein Stellvertreter Josef Fischer. Bild: SPÖ.
lubvorsitzende der SPÖ Floridsdorf Barbara Cermak, Bezirksvorsteher Georg Papai und sein Stellvertreter Josef Fischer. Bild: SPÖ.

Vier Jahre nach Einführung des Parkpickerls ist es soweit: in Floridsdorf wird geprüft, ob Anrainerparken möglich und sinnvoll ist. Vorerst für das Gebiet rund um den Seitz-Hof in Jedlesee. Für die Februar Sitzung der Bezirksvertretung bringt die SPÖ Floridsdorf einen entsprechenden Antrag ein. Pferdefüsse: Bei einer Parkplatzzählung müssen 90 Prozent des verfügbaren Parkraums besetzt sein und als Anrainer gilt jeder Floridsdorfer.

Der SPÖ-Antrag soll dann durch die Verkehrskommission vorberaten und anschließend von der zuständigen MA 46 fachlich geprüft werden, denn „der steigende Parkplatzdruck im dicht verbauten Gebiet verlangt nach einer nachhaltigen Lösung im Sinn der Bezirksbewohner“.

Nach der Einführung des flächendeckenden Parkpickerl in Floridsdorf war die Entlastung, was freien Parkraum in Wohnortnähe betrifft, sicht- und spürbar. Mittlerweile gibt es aber neue Phänomene. Aus Jedlesee berichten Anrainer: Sperrige Firmenfahrzeuge mit Wien-weitem Parkpickerl werden immer öfters abgestellt. Vor allem am Wochenende – da gilt das Parkpickerl nicht. Und vorallem im Wohngebiet westlich der Prager Straße und Teilen von Großjedlersdorf. Dass hier schnelle Abhilfe notwendig ist, liegt auf der Hand.

Für Autofahrer ist das ägerlich: Trotz Parkpickerl kein Parkplatz! Nach einem langen Tag möchte man vor den eigenen vier Wänden möglichst rasch einen Parkplatz finden. Oft ist dieser Wunsch vergeblich, nach unzähligen gedrehten Extrarunden steht man erst recht wieder meilenweit von daheim entfernt.

In diesem Gebiet in Jedlesee soll Anrainerparken rund um den Seitz-Hof geprüft werden. Bild: SPÖ Floridsdorf.
In diesem Gebiet in Jedlesee soll Anrainerparken rund um den Seitz-Hof geprüft werden. Bild: SPÖ Floridsdorf.

Bezirksvorsteher Georg Papai fordert nun die erstmalige Zonierung von Anrainer*innenparken im Bezirk. In einem für die Bezirksvertretungssitzung am 11. Februar eingebrachten Antrag beauftragt die SPÖ Floridsdorf, die zuständige Verkehrsbehörde MA 46, mittels Auslastungserhebung in den betroffenen Grätzln zu prüfen, ob die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Dafür müssen bei einer Parkplatzzählung 90 Prozent des verfügbaren Parkraums besetzt sein. In einem nächsten Schritt können per Verordnung 30 Prozent der Stellplätze exklusiv für Anwohner*innen reserviert werden – gültig an ausnahmslos allen Tagen der Woche und rund um die Uhr. Dabei ist festzuhalten, dass die kleinste Untergliederung für „Anrainer*innen“ die Postleitzahl darstellt. Im ausgeschilderten Gebiet darf also jedes zweispurige KFZ mit Floridsdorfer Parkpickerl stehen. Die vorgeschlagene Abgrenzung für die Zonierung ist auf der beigefügten markierten Karte ersichtlich. Eine Evaluierung des parkraumschaffenden Effekts der Maßnahme sowie allfällige Anpassungen sollen dann, ähnlich wie bei der Einführung des bezirksweiten Parkpickerls 2022, nach zwölf Monaten stattfinden.

Für Bezirksvorsteher Georg Papai steht fest: „Der Parkplatzdruck im dicht verbauten Gebiet von Jedlesee steigt seit geraumer Zeit kontinuierlich an. Die dortigen Bewohner*innen sind zurecht erbost über die lange Parkplatzsuche. Es kann nicht sein, dass gerade an den Randzeiten der Kurzparkzone überlange Lieferwägen den Anrainer*innen den dringend benötigten Parkraum wegnehmen. Diese bezirksfremden Fahrzeuge haben dort nichts verloren. Anrainer*innenparken schafft hier eine effektive und nachhaltige Lösung im Sinne der Autofahrer*innen im Grätzl.“

Auch Bezirksvorsteher-Stellvertreter und Vorsitzender der Floridsdorfer Verkehrskommission Josef „Pepi“ Fischer siehtakuten Handlungsbedarf: „Die Beschwerden der Menschen in Jedlesee, die einfach nur wohnortnah parken möchten, werden immer lauter. Eine tägliche Odyssee auf der Suche nach einem Parkplatz ist für die Anrainer*innen unzumutbar. In anderen Bezirken, wie etwa zuletzt in Hietzing, zeigt sich, dass Zonen für Anrainer*innenparken den dortigen Autobesitzer*innen schnell und wirksam Entlastung bringen.“

Ergänzend fügt die Klubvorsitzende der SPÖ Floridsdorf Barbara Cermak hinzu: „Der öffentliche Raum gehört fair verteilt: Auf Fußgänger*innen, Radfahrer*innen aber auch auf Autofahrer*innen. Für viele Wege und Erledigungen ist ein eigenes Gefährt nach wie vor notwendig. Eine endloseParkplatzsuche schränkt die Mobilität der Bevölkerung erheblich ein. Als SPÖ sind wir praxistauglichen Lösungen im Wohle der Floridsdorfer*innen verpflichtet. Anwohner*innen-Parkplätze sind für uns daher ein probates Instrument, um die Wohnqualität im eigenen Grätzl merklich zu erhöhen.“