Auf der Alten Donau wird gemäht

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Start der Unterwasserpflanzen-Mahd auf der Alten Donau. Bild: PID/Christian Fürthner.
Start der Unterwasserpflanzen-Mahd auf der Alten Donau. Bild: PID/Christian Fürthner.
Stein

Auch wenn das Badewetter auf sich warten lässt, der nächste Sommer kommt bestimmt! Daher sind die Mähboote der Stadt Wien auf der Alten Donau wieder im Einsatz. Aufgrund der kühlen März-Temperaturen haben sich die Unterwasserpflanzen, die sogenannten Makrophyten, mit ihrem Wachstum bislang zurückgehalten. Nun setzt das Pflanzenwachstum unter Wasser aber ein. Die Mähboot-Flotte ist mit bis zu 15 Amphibienmähbooten und Begleitbooten – in der Hochsaison bis zu 25 Boote – im Einsatz und mäht in einer Tiefe von bis zu 2,5 m. „Die sogenannten Makrophyten sind für die Top-Wasserqualität in der Alten Donau unerlässlich, bei Badegästen und Bootsfahrern sind sie nicht wirklich beliebt“, so die für die Gewässer in der Stadt Wien zuständige Stadträtin Ulli Sima. 2021 wurden insgesamt rund 1.900 Tonnen Wasserpflanzen aus der Alten Donau geholt, das ist weniger als in den Jahren zuvor.

Wendige Amphibienmähboote – aus Wasserpflanzen wird Bio-Kompost

Herzstück des Mähmanagements der Stadt Wien sind die wendigen Amphibienmähboote. Sie mähen die Unterwasserpflanzen in einer Tiefe von bis zu 2,5 m. Die Boote können entweder mit Mähwerken oder mit Rechen zum Einsammeln des Mähguts ausgestattet werden.

Das Mähgut wird von den Sammelbooten, die die Mähboote begleiten, ans Ufer gebracht und von dort auf LKWs verfrachtet, die das Mähgut ins Kompostwerk Lobau bringen. Dort wird es zu Bio-Kompost verarbeitet. Als „Guter Grund“ kann die daraus gewonnene Bio-Erde bei den Wiener Mistplätzen erstanden werden.

So viele Tonnen werden jährlich aus der Alten Donau geholt

Im vergangenen Jahr 2021 wurden insgesamt rund 1.900 Tonnen Wasserpflanzen aus der Alten Donau geholt, das ist weniger als in den Jahren zuvor. Aufgrund eines kühlen und sonnenarmen Frühjahrs setzte das Wachstum der Unterwasserpflanzen spät ein, die Mäharbeiten wurden erst ab Mai notwendig. Höhepunkt des Pflanzenwachstums in der Alten Donau war 2018, damals mussten über 3.300 Tonnen Pflanzen aus dem Gewässer gefischt werden. Die Stadt hat daraufhin das Mähmanagement komplett auf neue Beine gestellt. In den Jahren 2019, 2020 und 2021 fielen die Mengen wieder ab, blieben aber dennoch mit 2.700 bzw. 2.600 Tonnen und im Vorjahr mit 1.900 Tonnen auf hohem Niveau. Die Stadt setzt ihr Erfolgskonzept auch heuer fort und garantiert damit Top-Wasserqualität im Freizeitparadies. Der Sommer 2022 kann kommen!

Start der Unterwasserpflanzen-Mahd auf der Alten Donau. Bild: PID/Christian Fürthner.
Start der Unterwasserpflanzen-Mahd auf der Alten Donau. Bild: PID/Christian Fürthner.