Aufregung um neuen Fleischer am Bahnhof

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BILD: DFZ
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Für Unruhe sorgt der Umbau der Aycan-Filiale am Eck Pius Parsch Platz / Franz Jonas Platz unter den 124 Hauseigentümern. Denn der türkische Lebensmittelhändler will in Zukunft auch Fleisch „Zerlegen, Auslösen und Herrichten“. 6 – 8 Mal pro Tag soll eine Knochensäge verwendet werden. Die Sorge der Wohnungsbesitzer: Permanente Lärm- und Geruchsbelästigung. Ihr Ärger richtet sich aber nicht gegen Pächter Aycan, sondern gegen den Besitzer des Geschäftslokals. Hauseigentümer-Vertreter Nitsch: „Es ist eine reine Handelsnutzung unter allen Eigentümern vereinbart. Darüber hat sich der Eigentümer einfach hinweggesetzt. Ich finde es empörend, dass ein Einzelner machen kann, was er will und wir vom Staat keine Unterstützung bekommen.“
Ende März war die Aycan-Filiale noch geschlossen, weil Unterlagen nachgeliefert werden mussten. Nitsch macht einen Kompromissvorschlag: „Der Besitzer löst den Mietvertrag auf und ersetzt dem Aycan-Besitzer Yasar Vural die Umbaukosten. Anschließend verkauft er das Geschäftslokal. Er kann sicher 1,5 Millionen Euro verlangen – es hat sich sogar ein ernsthafter Interessent aus Floridsdorf bei mir gemeldet…“

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