Beim schon berüchtigten Islam-Zentrum in der Richards-Neutra-Gasse kam es gestern zu schweren Ausschreitungen. Religiöse Hardliner betrauerten den Tod von Iran-Führer Ayatollah Ali Khamenei. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es eine Demo gegen die Veranstaltung. Im Anschluss gingen die beiden Seiten mit Stöcke und Holzlatten aufeinander los.
Rund 70 Personen hatten sich laut Polizei erneut vor der Einrichtung versammelt und gerieten in eine körperliche Auseinandersetzung. Dabei wurden auch Stöcke und Holzlatten verwendet. Polizisten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf sowie Kräfte der WEGA konnten die Situation rasch unter Kontrolle bringen. Im Zuge der Sachverhaltsklärung stellte sich heraus, dass sowohl Teilnehmer der zuvor abgehaltenen Veranstaltung als auch der Kundgebung wieder zum Ort zurückgekehrt waren, woraufhin es zu der Auseinandersetzung kam.
Insgesamt wurden neun Personen verletzt. Sie wurden von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt, sieben von ihnen anschließend in ein Spital gebracht.
Auch die Floridsdorfer FPÖ war vor Ort, als die Demonstranten an der Richard-Neutra-Gasse aufeinander prallten. „Es ist traurig, dass wir die Einzigen sind, die gegen das Zentrum in Floridsdorf aufstehen“, kritisiert FPÖ-Bezirksrat Karl Mareda. Offiziell handelt es sich übrigens um keine religiöse Einrichtung, sondern um einen Seminarbetrieb …
Scharfe Kritik übt der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss an der Zulassung einer Trauerfeier für Ali Khamenei im islamischen Zentrum Imam Ali in Floridsdorf. In einer offiziellen Erklärung des Zentrums sei der Tod Khameneis als „Märtyrertod“ bezeichnet worden.
„Es ist ein politischer Skandal, dass mitten in Wien eine Einrichtung offen um einen der größten islamistischen Verbrecher trauert und ihn als Märtyrer glorifiziert. Noch skandalöser ist, dass SPÖ-Bürgermeister Ludwig und ÖVP-Innenminister Karner dabei tatenlos zusehen“, so Krauss. Der FPÖ-Klubobmann fordert daher ein sofortiges behördliches Einschreiten: „Eine Moschee beziehungsweise ein Zentrum, in dem offen extremistische Ideologie verbreitet und ein iranischer Revolutionsführer verherrlicht wird, hat in Österreich nichts verloren. Das Imam-Ali-Zentrum muss umgehend dichtgemacht werden.“
Krauss sieht auch die politische Verantwortung bei SPÖ und ÖVP: „SPÖ-Ludwig und ÖVP-Karner haben durch ihre verfehlte Migrationspolitik genau jene Strukturen in unser Land geholt, die unsere Werte ablehnen. Während Wiener Familien unter der Teuerung leiden, verteilt Ludwig großzügig Mindestsicherung an Menschen, die unser Land und unsere Demokratie offensichtlich verachten.“
„Wir brauchen endlich ein hartes und konsequentes Vorgehen gegen islamistische Netzwerke. Dazu gehören intensive Kontrollen, konsequente strafrechtliche Maßnahmen und Abschiebungen. Für radikale Islamisten darf es in Österreich keinen Platz geben“, bekräftigt Krauss.
Im Verlauf des Nachmittags fand in der religiösen Einrichtung im Bezirk Floridsdorf eine Veranstaltung statt, an der mehrere hundert Personen teilnahmen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde zeitgleich eine rechtmäßig angezeigte Kundgebung abgehalten, die sich gegen diese Veranstaltung richtetet. Gegen 20:00 Uhr endete die Veranstaltung und die Besucher verließen die Einrichtung. Einzelne Personen versuchten, die Fahrbahn zu überqueren und zur Kundgebung zu gelangen. Dies wurde von den eingesetzten Polizeikräften unterbunden. Gegen 21:00 Uhr war der Abstrom der Veranstaltungsteilnehmer beendet. Auch die Zahl der Kundgebungsteilnehmer verringerte sich zunehmend, sodass die Kundgebung ebenfalls beendet wurde. Gegen 21:30 Uhr wurde der Polizeieinsatz beendet. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nur noch wenige Kundgebungsteilnehmer vor Ort, die Gegenstände wegräumten. Dann eskalierte die Situation.















