Donnerstag, 11. Juni, 2026
Start 5/2026 ,Babypille‘ statt Taubenkobel?

,Babypille‘ statt Taubenkobel?

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Alt-Bezirksrat Alexander Polansky am Tatort - mit den Übeltätern. Bild: zVg.
Alt-Bezirksrat Alexander Polansky am Tatort - mit den Übeltätern. Bild: zVg.

Einen Rückschlag gibt es im Kampf gegen die Taubenplage am Franz Jonas-Platz. Seit eineinhalb Jahren ist beschlossen, dass es einen Taubenkobel geben soll. Problem: Kein Hausbesitzer will eine solche Einrichtung am Dachboden haben.

Die quadratischen Baumeinfassungen am Bahnhofsvorplatz sind nicht hübsch anzusehen. Wer sich dort hinsetzt, kann Hose oder Rock danach entsorgen. Und egal, wie oft gereinigt wird, wenig später sieht es wieder genauso aus. Von der MA48 gibt es – nach einem Antrag des Team Strache – eine Zusage, die Sitzgelegenheiten am Jonas-Platz einmal im Monat zu säubern – der Platz selbst wird täglich mehrmals gereinigt. Der Taubendreck wird übrigens ursächlich von einigen unbelehrbaren täglichen Bahnhofsbesuchern maßgeblich mitverursacht: Sie füttern die Tauben fürstlich. Und sie lassen sich auch von Ermahnungen der Waste Watcher und der Polizei und auch durch Strafen nicht abschrecken.

Deswegen wurde nach einem Antrag der Floridsdorfer Grünen beschlossen, dass ein Taubenschlag mit Nachwuchsregulierung die Lösung bringen soll. Alt-Bezirksrat Alexander Polansky (Grüne, Bild unten): „Ein betreuter Taubenschlag hilft den Menschen und den Tieren und löst das Problem nachhaltig, statt ständig und teuer hinterher zu putzen.“ Am Hauptbahnhof gibt es bereits ein erfolgreiches Projekt: Tauben werden gefüttert, auf Krankheiten kontrolliert und mit Eiertausch der Nachwuchs reguliert.

Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) bestätigt, dass die Standortsuche für einen Taubenkobel bislang erfolglos blieb: „Ich will eine Lösung der Taubenproblematik, bevor der Jonas-Platz umgebaut wird. Vielleicht braucht es eine härtere Lösung, wie eine Babypille für die Tauben.“

Bereits 2019 ließ Papai Hinweisschilder auf das Taubenfütterungsverbot am Franz-Jonas-Platz aufstellen: „Nicht ohne Grund hat die Stadt den Slogan ‚Wer Tauben füttert, füttert Ratten!‘ ausgegeben. Denn der Taubenkot kann Krankheitserreger enthalten und ist schwer zu entfernen.“

Den Julius-Tandler-Platz hat man umgebaut ohne eine ,Tauben-Lösung‘ zu finden und nach dem Umbau die gleichen Probleme. Das soll in Floridsdorf nicht passieren … -H.N.