Beim Parken sind nicht alle Gassen gleich

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Riesiger Andrang der Anrainer beim Treffen mit der Floridsdorfer Zeitung in der Tschechowgasse. Bild: DFZ.
Riesiger Andrang der Anrainer beim Treffen mit der Floridsdorfer Zeitung in der Tschechowgasse. Bild: DFZ.
Stein

Auch 20 Monate nach Einführung des Parkpickerls gibt es in Floridsdorf immer wieder mächtig Ärger. Auch in Siedlungsgebieten wie der Schwarzlackenau. Anrainer fragen: „Sind manche Gassen gleicher als andere?“

Ort der aktuellen Anrainerverstimmung: Puschkingasse, Tschechowgasse, Bussardgasse, Fuchsensteig. Seit einem Jahr wird hier nach einer Beschwerde von den Organen der MA67 kontrolliert. Die gesetzliche Lage ist auch ganz klar: Parken ist hier nicht erlaubt, weil die Randbereiche als Gehsteig gelten. „Aber warum wird bei uns kontrolliert und gestraft, während die Situation in vielen Gassen in der Schwarzlackenau genau gleich ist wie bei uns, aber weiter geparkt werden darf“, ärgert sich Josef Veizer. Mit seinen Nachbarn hat er über 40 Unterschriften gesammelt.

Die MA67 erteilt „zu einzelnen Straßen keine Auskunft, ist aber „bestrebt mit Fingerspitzengefühl und Hausverstand vorzugehen“. Grundsätzlich gilt, dass jedes parkraumbewirtschaftete Gebiet von Kontrollen umfasst wird.

Allerdings scheint – wie die Floridsdorfer Zeitung erfahren hat – eine hoffentlich auch für die Anrainer akzeptable Lösung in Sicht. Wie in
vielen anderen Gassen Wiens werden auch in Bussardgasse & Co. einige Parkplätze markiert werden. Ob ausreichend viele, oder sogar zu
viele – da gehen die Meinungen in so ziemlich jeder einzelnen Gasse weit auseinander. Bis alle Gassen in Floridsdorf markiert sind, kann es noch Jahre dauern.

Bis dahin gilt: In einer Einbahn müssen 2,6 Meter Fahrbahn (ohne Gehsteig) verbleiben, um sein Auto daneben abstellen zu dürfen. Ist das nicht der Fall, kann es jederzeit zu Strafen kommen. -H. Neumayer