Samstag, 18. Juli, 2026
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Leopoldau: Zaun und Strafen gegen Tauben- und Rattenplage

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Bezirksvorsteher Georg Papai mit Zaun am Leopoldauer Platz.
Bezirksvorsteher Georg Papai mit Zaun am Leopoldauer Platz.

Nach einem Tauben- und Rattengipfel gibt es nun erste Maßnahmen gegen die doppelte Plage am Leopoldauer Platz: Erste Maßnahme gegen Rattenplage auf Leopoldauer Platz! „Um den „angestammten“ Fütterungsort schwerer zugänglich zu machen, habe ich jetzt veranlasst, dass ein Zaun gebaut wird, der für’s Füttern einen großen Umweg notwendig macht. Das ist natürlich nur eine erste Maßnahme die Abhilfe schaffen wird. Klar ist: In den kommenden Wochen werde ich noch weitere Verbesserungen durchsetzen, um die Ungeziefer-Problematik eindzudämmen!“, berichtetr Bezirksvorsteheer Georg Papai.

Die Aufstellung von Rattenboxen durch die MA42 hat nicht den nötigen Effekt gebracht. Mittlerweile gab es einen Tauben- und Rattengipfel, bei dem alle zuständigen Dienststellen der Stadt Wien an einen Tisch gebracht wurden. Ergebnis: Ein Holzzaun soll das Füttern unterbinden, die WasteWatcher sollen engmaschig kontrollieren und bei Zuwiderhandeln sofort strafen. Und Anrainer kontrollieren selbst und räumen das Futter wieder weg.

Auch am Franz-Jonas-Platz wird es für unbelehrbare Taubenfütterer nicht bei kostenlosen Ermahnungen bleiben, sondern auch Geldstrafen geben. In der Bezirksvertretung wurde von der FPÖ auch ein Antrag zum Kampf gegen die Rattenplage im Samuel-Koch-Park eingebracht.

Dorfromantik, gelebte Nachbarschaft und Traditionspflege – auf den ersten Blick wirkt das Ambiente rund um den Leopoldauer Platz ländlich und beschaulich. Doch hinter den Kulissen gibt es seit einiger Zeit große Probleme. Eine etwas zu tierfreundlich agierende Person, die am Platz wohnt, füttert seit Jahren direkt im angrenzenden Karl-Seidl-Park ihre „liebgewonnen“ Tauben. 

Was sich auf den ersten Blick harmlos anhört, stellt sich bei genauer Betrachtung als veritables Problem dar. Denn Anrainer*innen berichten, dass jeden Tag mittels Scheibtruhe(!) dutzende Kilogramm Vogelfutter ausgebracht werden. Regelmäßig wird per LKW Futternachschub im Palettenformat nachgeliefert. Zudem liegen der Bezirksvorstehung Berichte vor, dass nicht artgerechte Nahrung wie etwa Speck und Hundefutter gezielt vor Ort platziert wird. Die Konsequenz dieser vollkommen maßlosen Fütterungstaktik ist wenig überraschend: Unzählige Tauben, die die angrenzenden Dächer und Autos mit ihren Ausscheidungen beschmutzen, tummeln sich rund um den Karl-Seidl-Park. Leider zieht das Überangebot an nicht artgerechtem Futter auch andere hungrige Gäste an: Ratten. Im ganzen Park finden sich Löcher in der Wiese, die den Eingang zu Rattennestern markieren. 

Papai mit AnrainerInnen vom Leopoldauer Platz. Bild: BV21.
Papai mit AnrainerInnen vom Leopoldauer Platz. Bild: BV21.

Die Taubenschwärme gepaart mit der zunehmenden Rattenplage bringen die Bewohner*innen des Leopoldauer Platzes zur Verzweiflung. Denn die Sorge ist groß, dass dadurch hygienische und gesundheitliche Probleme entstehen könnten – ganz abgesehen von der wenig appetitlich anmutenden Optik durch die ungewünschten Tiere.

Bezirksvorsteher Georg Papai hat auf die untragbare Situation reagiert und sich vor Kurzem im Rahmen eines Lokalaugenscheins mit dutzenden Anraineren vor Ort ausgetauscht sowie mögliche Lösungsansätze für die Problematik erörtert. Bereits vor einiger Zeit haben die zuständigen Wiener Stadtgärten (MA 42) mit der Aufstellung von Rattenboxen begonnen. Diese haben aber nicht den nötigen Effekt gebracht. Der Bezirk will daher jetzt die Zügel anziehen.

„Genug ist genug! Was sich hier zuträgt, kann so nicht weitergehen. Der Umfang in dem Tauben und damit auch Ungeziefer wie Ratten am Leopoldauer Platz gefüttert werden, ist vollkommen beispiellos. Es braucht jetzt schnell wirkende Maßnahmen, die eine nachhaltige Abhilfe schaffen.  Die Hygiene und die Gesundheit der Bewohner*innen müssen oberste Priorität haben. Hier stehe ich vollumfänglich an der Seite der betroffenen Menschen. Ich fordere daher ein generelles Fütterungsverbot für Tauben und Ratten rund um den Ortskern. Die WasteWatcher, als zuständige Kontrollorgane der Stadt, müssen hier jetzt engmaschig kontrollieren und bei Zuwiderhandeln sofort strafen.“, zeigt sich Bezirksvorsteher Georg Papai zunehmend erbost über die vorliegende Situation.

Als nächsten Schritt beruft Bezirkschef Papai daher einen Tauben- und Rattengipfel ein, bei dem alle zuständigen Dienststellen der Stadt Wien an einen Tisch gebracht werden und klare Maßnahmen erarbeitet werden sollen, wie die Lage rund um den Leopoldauer Platz für die Anrainer*innen bald wieder eine lebenswerte wird.