Bürgerdienst in Floridsdorf wird geschlossen!

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Bild: MA55/Jobst. Bezirksvorsteher Georg Papai zu Besuch beim Bürgerdienst im Jahr 2014.
Bild: MA55/Jobst. Bezirksvorsteher Georg Papai zu Besuch beim Bürgerdienst im Jahr 2014.

Diese Meldung erfreute kaum einen unserer Bezirkspolitiker: Der Bürgerdienst im Floridsdorfer Amtshaus wird „aufgelöst“ und mit der Gruppe Sofortmaßnahmen zusammengelegt. Eine Ansprechstelle direkt im 21. Bezirk wird es dann nicht mehr geben. Bei der zuständigen Stadträtin Ulli Sima verspricht man sich dennoch eine Verbesserung. Die Änderungen gelten bereits ab 1. Jänner 2017!

Noch Ende September ließ die MA55 verlauten „Der Bürgerdienst Wien setzt seinen erfolgreichen Weg fort, Serviceleistungen für mehrere Bezirke in einer zentralen Bürgerdienststelle anzubieten. Mit 3. Oktober 2016 bilden der Bezirksbügerdienst Leopoldstadt mit dem Bezirksbürgerdienst Donaustadt ein neues Bezirksservicezentrum.“ Und noch am 4. Juli hieß es in einer Aussendung: „Der Bürgerdienst Wien setzt seine Neustrukturierung weiter fort, um künftig noch näher an den Bürgerinnen und Bürgern dran zu sein und noch effektiver auf deren Anliegen reagieren zu können!“

Stein

Floridsdorf: Änderungen ab Jänner

Das ist jetzt anders. Mit einer Neustrukturierung wird der Bürgerdienst der Stadt Wien „künftig noch effektiver und schneller Bürgeranliegen bearbeiten können“, so der Plan. Er wird mit Jänner 2017 mit der Gruppe Sofortmaßnahmen zusammengelegt, die als „schnelle Einsatztruppe“ bekannt und bei Akutfällen stets rasch an Ort und Stelle ist.  Geplant ist ab Jänner 2017 die Fokussierung des bisherigen Bürgerdiensts auf einen zentralen Standort anstatt bisher einer Vielzahl von Aussenstellen.

Rückläufige Anfragen vor Ort

Grund: Seit Jahren sinken die persönlichen Vorsprachen in den Aussenstellen, der Großteil der Anfragen wird via mail oder Telefon an den Bürgerdienst herangetragen. Zur Veranschaulichung die Zahlen vom 21. Bezirk: In Floridsdorf waren im Jahr 2015 lediglich 209 Menschen persönlich im Bürgerdienstbüro – und das bei einer Einwohnerzahl von fast 152 000 Menschen.

Bürgerdienst als schnelle Einsatztruppe noch näher am Bürger

Daher wird nun umstrukturiert, die Mitarbeiter werden anders eingesetzt. Sie werden künftig bei Problemfällen rascher vor Ort sein. „Die schnelle Reaktion auf Beschwerden, die rasche Behebung von Missständen vor Ort sowie der direkte Kontakt mit den Menschen stehen im Zentrum der Neuausrichtung unserer Bürgeranlaufstelle“, so Stadträtin Ulli Sima, die seit einem Jahr auch für den Bürgerdienst der Stadt Wien zuständig ist. „Wir reagieren auf gesellschaftlichen Veränderungen. Mir ist es wichtig, dass die Menschen rasch Antworten und Lösungen auf ihre Anliegen bekommen, nicht im Kreis geschickt oder vertröstet werden. Das neue Team gemeinsam aus Bürgerdienst und Sofortmaßnahmen wird diesen hohen Ansprüchen gerecht werden“, so Sima.

Ab März 2017 soll es übrigens auch in Floridsdorf einen Grätzelpolizisten geben.

Infos: Büro Floridsdorf – hier klicken.