DKT – ,Das kaufmännische DKT‘ ist eines der, wenn nicht DAS bekannteste Brettspiel Österreichs. Über den Ursprung des Spiels ist vergleichweise wenig bekannt. Und wenn, eher Mythen als Fakten. Wir begeben uns auf Spurensuche und gehen auch der Frage nach, was war das allererste DKT und wie sah es aus!
Die Vorgeschichte ist mittlerweile recht gut bekannt und dokumentiert: Elizabeth „Lizzie“ Magie erfand 1903/04 ‚The Landlord’s Game‘. Charles Darrow lernte das Spiel über einen Freund kennen, kupferte es ab, nannte es ,Monopoly‘ und verkaufte die Rechte an Spieleproduzenten Parker. Der kaufte auch Magie ihre Rechte bzw. Patente um 500 Dollar ab. 1935 erschien das erste Monopoly von Parker Brothers in den USA. Bereits im Jahr darauf wurden Lizenzen etwa nach London an John Waddington Ltd. vergeben.
Monopoly: rasche Expansion nach Europa
Schon 1936 erscheint das erste Monopoly in Deutschland von Schmidt Spiele. Und Österreich? Ging – man ist versucht zu sagen: No na net – einen Sonderweg. In den Jahren 1936-40 – so genau weiß man das nicht – erschienen gleich vier Spiele mit ähnlichem Spielcharakter: Business (Schowanek), Konjunktur (unbekannt), Trust (Kaspi) und Spekulation (Stomo). Letzteres war von der Druckerei Stockinger und Morsack (Stomo-Spiele) und der direkte Vorläufer von ,DKT – Das kaufmännische Talent‘. Ob alle vier Spiele offizielle Lizenzausgaben von Monopoly waren, lässt sich nicht nachweisen, ebensowenig das genau Erscheinungsjahr. Jahresangaben auf den Produktion gab es damals zumindest nicht zwingend (nicht ganz aktuelle Details gibt es hier und hier).
Sind die Österreich-Versionen Raubkopien?
Im Katalog zur Ausstellung ,Spiele der Stadt‘ im Wien Museum 2012 schreibt Andreas Tönnesmann in seinem Beitrag ,Monopoly – Spiel und Stadtutopie‘: „Die österreichische Version „Das Kaufmännische Talent“ (DKT) war ursprünglich aus einer Raubkopie entstanden und unterscheidet sich bis heute durch ebenso eigenwillige wie populäre Varianten in Design und Ausstattung von den lizenzierten Versionen.“ Die Raubkopien-Theorie ist zwar nicht unwahrscheinlich, aber auch nicht glaubhaft nachgewiesen.

Es würde ja durchaus wieder zu mancher Österreich-Erzählung passen, wie clever wir nicht sind und alle charmant austricksen. Waren etwa die Produzenten des Spiels ,Trust‘ (laut Spielanleitung: Kaspi), dass es gleich in zwei leicht unterschiedlichen Varianten gibt, so schlau, dass sie das Spiel ,gefladdert‘ haben? Und dann noch am Deckel besonders frech ,Ges. Gesch.“ groß aufdrucken – also das gefladderte Spiel mit „gesetzlich geschützt“ ausweisen. Es wäre auch denkbar, dass eine Trust-Lizenz erworben wurde. Wie immer: Alles nur Spekulation, Mythen – aber keine Fakten.
Trust vs DKT – der Unterschied
Wie Trust aussieht, sieht man im Bild oben: Der Deckel ist sehr ungewöhnlich US-amerikanisch. Häuser und Spielgeld sind dem DKT bzw. Spekulation nicht unähnlich. Die acht Landeshauptstädte sind im Inneren des Spielfelds mit Zeichnungen dargestellt, es gibt – obwohl das Brett nicht quadratisch ist – 40 Spielfelder, in den Ecken gibt es Gericht, Gefängnis und Urlaub, Ereigniskarten heißen Zufall und Amtskasse. Großer Unterschied: Es gibt keine Strassen, sondern neben den Landeshauptstädten weitere dem Bundesland zugeordnete Städte wie Hallein, Dornbirn und Wr. Neustadt.
Das Logo auf den gedruckten Spielregeln weist Trust als Kaspi-Spiel (Schutz Marke) aus und kündigt es an als „Ein neues, spannendes Spiel für 3 bis 7 Personen, dessen Grundgedanke es ist, Güter, Häuser usw. vorteilhaft zu erwerben, zu verwalten, eventuell zu verkaufen, so dass man der Wohlhabendste wird und dadurch schließlich das Spiel gewinnt. Wer Entschlußfähigkeit mit Übersicht verbindet und auch etwas Glück hat, dem wird der Erfolg zufallen, ganz wie im wirklichen Leben.“
Business und Konjunktur – zwei unbekannte DKT-Vorgänger
Optisch dem DKT viel ähnlicher ist das Brett des Spiels ,Business‘. Es gibt einige wesentliche Unterschiede: Im Spiel geht es nur um Wien. Die Felder reichen von Floridsdorf bis Opernring. Im Inneren des Brettes findet sich eine Wien-Ansicht mit Stephansdom und je eine Ansicht des Rings mit Staatsoper und eine von Schönbrunn. Es gibt wohl einzigartige Spielfiguren, Hotels und Häuser und statt Papier-Spielgeld gibt es Jetons. Die Ereigniskarten heißen Chance und Gemeinde-Kasse. Die Felder sind bis auf Ausnahmen wie Gefängnis sehr unterschiedlich zum DKT angeordnet und haben keine Nummernangaben.
Ähnlich wie in Monopoly gibt es ein Parken-Feld (21). Ebenso auffällig ist Feld 4: Telefon. Und das Feld 11 – Gefängnis – sorgt für Verwirrung: „Beim Gefängnis ist die Jahreszahl 1927 angegeben. Wenn das das Ausgabejahr des Spieles wäre, wäre es damit mindestens drei Jahre vor Monopoly auf den Markt gekommen“, schreibt Sammler Roland Klose in seinem Monopoly-Wiki. Fest steht, wer das Spiel produziert hat: Schowanek. Die Firma war bekannt für Holzspielzeug und im heutigen Tschechien daheim (mehr bei Klose). Warum man ein Wien-Spiel produzierte, uv.m. – ein Rätsel!

Noch ähnlicher dem DKT ist ein drittes österreichisches Spiel mit unbekanntem Hersteller: Konjunktur. Obwohl es kein quadratisches Spielbrett hat und es wieder ein reines Wien-Spiel ist, sind die Ähnlichkeiten zu DKT und Spekulation extrem augenscheinlich. Die Bretteinteilung ist exakt gleich, die Felder Gesetzesübertretung und Gefängnis weisen die gleiche Grafik auf, der Pfeil auf Feld 1 ist identisch, Feld 21 ist die Vermögensabgabe, Eriegniskarten heißen Chance und Kassa, selbst das Flugzeug auf Feld 34 ist mit jenem im DKT ident. Zwei Möglichkeiten: Stomo testete einen Wien-Ableger seines Spieles oder es ist eine besonders freche Raubkopie.
Ist Konjunktur auch von Stomo?
Im inneren des Spielbrettes und am Schachteldeckel sind Stephansdom und Kahlenberg und Leopoldsberg dargestellt. Das Erscheinungsjahr ist unklar, mutmaßlich aber auch etwa 1940. Die Besitzkarten haben, so Klose, einen interessanten ,Hintergrund‘: „Auf der Rückseite befinden sich Ausschnitte von Landkarten aus dem Jahr 1943. Es scheint sich dabei um militärische Karten (OKH = Oberkommando des Heeres) zu handeln. Sie kommen aus dem Bereich Kosovo und Split. Bei dieser Karte sieht man den Hinweis auf das OKH und spiegelverkehrt die Karte ,24 Autobuslinie Glocknerstraße‘.“ Das deutet doch sehr auf einen Druck 1943-45 hin.

Spekulation: Der direkte DKT-Vorgänger
1936 erschien auch Spekulation, optisch schwer erkennbar der direkte DKT-Vorläufer von Stockinger und Morsack (Stomo-Spiele). Zwei kleine Details im Spekulation in meiner Sammlung: Es gibt drei kleine Holz-Zylinder, die aber nicht notwendig zum Spiel gehören müssen. Das Spielgeld ist relativ groß, im Vergleich fast doppelt so groß. 50er und 100er haben (fast) die gleiche Farbe.
DKT: Der unbewiesene Mythos von den schlauen Österreichern
Fix ist: Stockinger und Morsack benannten das Spiel irgendwann um 1940/41 in ,DKT – Das kaufmännische Talent‘ um – noch für 1939 lässt sich laut Webseite worldofmonopoly ein um 3,- RM verkauftes Spekulation nachweisen. Alles blieb im DKT gleich: Nur am Spieldeckel, Brett und in den Spielregeln stand nun statt Spekulation eben DKT. Warum? Das ist ebenso Spekulation. Der Mythos ist auch typisch österreichisch und geht so: Die Nazis hatten mit Börse, Spekulation etc. keine Freude, weil die handelnden Personen meist Juden waren. Stomo wollte einem Verkaufsverbot entgehen und benannte das Spiel um.

Auf worldofmonopoly.com heißt es: „Was könnte der Grund dafür gewesen sein? War es die Angst vor der „reichsdeutschen Zensur“? Denn ein Spiel mit Spekulation, Immobilienhandel, Börsengeschäften usw. hätte der nationalsozialistischen Doktrin nicht gepasst. Deshalb suchte man nach einem neuen Namen, der den Kern des Spiels hervorhob. Mit „Das kaufmännische Talent“ wurden die pädagogischen Elemente des Spiels betont. Unter dem Namen DKT überstand dieses Spiel problemlos und schmerzlos die nationalsozialistische Unterdrückung in Österreich.“ So konnte DKT auch im Krieg weiter produziert und verkauft werden. Allerdings: Es gibt keinen Beleg oder eine Primärquelle für diesen DKT-Gründungsmythos.
Monopoly in Deutschland verboten?
In Deutschland wurde die Produktion des Monopolys während des Krieges eingestellt. Angeblich weil eine Wohnstraße des nationalsozialistischen Propagandaministers Joseph Goebbels am Brett dargestellt war. Er soll das Spiel sogar schon 1936 einmal verbieten haben lassen, so der Wikipedia-Eintrag, der das aber gleichzeitig auch in Frage stellt: „Offiziell sei der „jüdisch-spekulative Charakter“ des Spiels als Grund für den Verkaufsstopp angegeben worden. Die Geschichte ist nicht mit historischen Quellen belegt. In den Goebbels-Tagebüchern taucht Monopoly nicht auf. 1938 war das Spiel letztmalig im Katalog gelistet. Vermutlich war der Absatz des hochpreisigen Spiels zu gering.“
Man muss bedenken, dass während des 2. Weltkrieges die Produktionsmittel für ein Spiel zunehmend rarer wurden. Dafür sprechen auch manche Details von mutmaßlich während des Krieges produzierter Spiele (siehe unten).
Wie sah das erste DKT aus?
Gute Frage! Da nur der Name auf Deckel, Brett und Regeln getauscht wurde, wohl sonst gleich wie Spekulation. Das würde heißen, breite mittelblaue Schachtel. Weiters: Die sechs Spielfiguren sind ähnlich einem Michelin-Männchen, verjüngen sich nach oben und sind aus Holz. Weitere Details kann man in einer gut dokumentierten Spekulation-Ausgabe des Brettspielmuseums sehen: Die Geldscheine sehen gleich aus wie heute (sind allerdings in meinem Spekulation doppelt so groß wie im DKT), Besitzkarten sind in der Farbe der entsprechenden Felder, Chance- und Sparkassa-Karten rosa bzw. hellblau und beige bzw. braun (das variiiert sowohl in Spekulation wie auch frühen DKT spielen) und Häuser und Hotels aus Holz und orange bzw. rot.

Somit wäre das hier gezeigte DKT eine sehr frühe Ausgabe, oder? Nein, denn da ist noch das Spielbrett. Ein Vergleich mit einem Spielbrett in einem von mir 2026 erworbenen DKT in einer quadratischen hellblauen Schachtel (und Spekulation) macht ein Detail deutlich: In frühen Spielbrettern – siehe Spekulation – wurde das Wort „Strasse“ mit „sz“ statt „ss“ geschrieben. „sz“ ist wohl eindeutig die ältere Schreibweise.
DKT: Eine Frage der Schachtel?
Das mit den beiden unterschiedlichen Schachtelgrößen lässt sich nicht endgültig in eine Zeitschiene zwängen. Fakt ist: Spekulation ist nur mit großer Schachtel bekannt. DKT gibt es wesentlich häufiger mit kleinerer, hellblauer, quadratischer Schachtel. Meist mit dunkelblauem oder weißem Rand. Einen kleinen Hinweis gibt ein Stomo-Werbeprospekt, das mit 1951 datiert ist: Hier wird DKT klein und groß beworben (Bild weiter unten). Übrigens: Die meiner Generation geläufigen roten Schachteln gab es erst ab etwa 1950-55. Ebenfalls in beiden Schachtelgrößen. Mehr Bilder aller Spiele gibt es ganz unten.

Meine These: Kurz gab es noch nur die große Schachtel, aber eventuell als Sparmaßnahme bald auch die kleinere. Letztere war wahrscheinlich auch günstiger. Darauf deutet meine kleine Schachtel mit altem Brett hin. Spielbretter in quadratischen Schachteln sind übrigens zweimal faltbar, solche in breiten Schachteln nur einmal (und: alte einfach gefaltete Bretter sind anders gefaltet als neuere). Es gibt darüber keine mir bekannten Unterlagen. Viele der heute verfügbaren Spiele sind außerdem gepanscht, sprich nur teilweise original.
Wer hat das DKT ,designed‘?
Ebenso im Dunkel der Geschichte liegt, wer für die Abweichungen zum Monoply verantwortlich ist und wer das Spiel grafisch entworfen hat. In vielen Monopolys gibt es keine realen Straßen, die Grundstückspreise stehen im DKT nicht am Spielfeld und Grundstücke können im DKT belehnt werden, es gibt unterschiedlich viele Hotels, das Gefängnis ist an anderer Stelle positioniert und Feld 21 ist im DKT Steuer und im Monopoly ‚Free Parking‘. Außerdem wirkt DKT dank der Holzfiguren und Häuser hochwertiger.
Die Einteilung, der inklusive Wien acht Landeshauptstädte, liegt auf der Hand (Niederösterreich hatte noch keine eigene Hauptstadt). Wer die Straßen auswählte, wer etwa entschied, dass das Feld 10 in Eisenstadt das billigste ist? Keine Ahnung. (An dieser Stelle sei erwähnt: Anmerkungen, Ergänzungen, Tipps für alte Spiele bitte an redaktion@dfz21.at)
Wie erkenne ich eine frühe DKT-Ausgabe?
Für Sammler haben wir die wichtigsten Merkmale zusammengefasst:
- Länglich dunkelblaue oder hellblaue quadratische Schachtel mit andersfarbigen Kanten.
- Straßennamen am Spielbrett sind mit sz und nicht ss geschrieben.
- Die gezeichneten Städtedarstellungen im Innenteil des Brettes sind noch wesentlich einfacher gezeichnet und nicht so detailreich.
- So gibt es etwa in Graz keine Marktstände, in Linz keinen Lkw und auf der Brücke in Salzburg keine Figurenstaffage.
- Die Betriebe- & Linien-Felder haben noch ältere Symbole wie Flugzeuge, Schiffe und Eisenbahnen. Sie wurden erst mit der roten Schachtel circa 1955 oder sogar später modernisiert.
- Feld 14 ist das einzige, dass tatsächlich geändert wurde: Im Orginal ist es der Sender, erst später die Seilbahn.
- Die sechs Figuren sind aus Holz, Häuser und Hotels (orange und rot) ebenso.
- In jüngeren Brettern findet sich am Rand eine Skala von 1 bis 40. Hat Ihr Brett das, ist es kein altes.
- Es gibt keine 200er Scheine.
- Es gibt Spiele mit anderen Geldscheinen. Die können aber auch von einem anderem Spiel stammen. Plastikfiguren etc. sind definitiv nicht authentisch aus der Zeit 1940 – 1950.
- Was wie oben erwähnt sein kann: kriegsbedingte schlechtere Qualität des Materials. Und leichte Adaption: Bei meinem sz-Spielbrett haben die Besitzkarten teilweise nur farbige Streifen. Das könnte eine Einsparung sein, oder Farbe war rar.

Wohl nach Ende des 2. Weltkriegs wurde das DKT endgültig standardisiert: Große oder kleine Schachtel, Brett mit „ss“-Schreibung, Besitzkarten in Farben der Orte, Chance und Sparkassa beige und hellblau, Figuren aus Holz. Übrigens: Hartnäckig heißt Feld 7 im Österreich-DKT bis heute ,Joaneumring‘ – obwohl es Joanneumring heißen müsste (soweit ich feststellen konnte, immer schon).
DKT: Die weitere Geschichte
Stomo produzierte das DKT selbst bis Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ab 1990 wurde das Spiel von Peri Spiele / Perner Produktions GmbH verlegt, die letztlich 2004 Konkurs ging. Aus dieser Periode stammen viele sogenannte Wirtschafts-DKT. 2005 übernahm Freyspiel und 2007 Brevillier–Urban. Letztere brachten eine Dreier-Serie mit Nostalgie-Edition, City-Edition und Jolly-Edition heraus – die zum Teil im Abverkauf bei Jolly noch erhältlich ist (Stand September 2026).
„Seit 2008 wird das Spiel von Piatnik produziert“, wie deren Geschäftsführer Dieter Strehl erzählt, „die Zusammenführung zweier großartiger österreichischer Marken“. Strehl ist Ururenkel des Firmengründers Ferdinand Piatnik und leitet das zu 100 Prozent im Familienbesitz stehende, mittlerweile 202 Jahre alte, Unternehmen in sechster Generation. Piatnik hat übrigens 20 Jahre in Lizenz von Parker Brothers Monopoly in Österreich herausgebracht.
DKT ab 1980: Peri, Piatnik & Co
Ab 2008 hat man einerseits die Materialien verändert (Die Schachtel ist höher, die Aufbewahrung ist aus Plastik, Figuren und Häuser aber wieder aus Holz) und einige neue DKT-Ausgaben veröffentlicht: Alpen, Juniors, Smart, Europa und „Das klimaneutrale Talent‘. Vor allem aber ermöglicht es Piatnik Dritten meist lokale, regionale bzw. Firmen-DKTs zu kreieren. Strehl: „Alleine von der Wachau-Ausgabe wurden über 10.000 Stück produziert!“ Andere Beispiele wären Innviertel, Salzkammergut, Wörthersee, SES, Hofburg oder Großenzersdorf. Der Autor dieser Zeilen hat ebenso fast 10.000 DKT-Spiele der Wiener Bezirksausgaben Favoriten und Floridsdorf (I+II) bei Piatnik produzieren lassen.
Wer heute – so wie ich Ausgaben für Floridsdorf (und die 1. Ausgabe) bzw. Favoriten produziert – macht das über Piatnik. Allerdings muss auch die in Hütteldorf beheimatete Wiener Spielwarenfabrik bei einer dritten Partei die Stomo-Rechte und Freigabe in Deutschland einholen. Wer genau hinsieht, findet sowohl am Deckel wie auch auf Feld 1 „Start“ des Spielfeldes das Stomo-Logo. Und es gibt – ohne Übertreibung hunderte unterschiedliche DKT-Ausgaben. Wer es nicht glaubt: Seht einfach auf der Flohmarktseite Eures Vertrauens nach.
Das typisch österreichische Spiel
Und zum Abschluss noch ein Kuriosum: Kaum Jemand spielt DKT exakt nach den gleichen oder nach den beigelegten Spielregeln: Etwa, dass man erst Häuser bauen darf, wenn man alle drei Grundstücke eines Ortes besitzt! „Typisch österreichisch“, nennt Strehl das. Und hat einen aktuellen Vergleich parat: „Wir feiern bald 200 Jahre Königrufen im Tarock. Überall gibt es eigene Tarrockvereine: Kärnten, Tirol und Wien – alle haben leicht unterschiedliche Regeln. Einen Hüter einheitlicher Regeln wie etwa das Deutsche Skatgericht gibt es in Österreich nicht. So gäbe es nie eine Fußball-Weltmeisterschaft …“ Dafür haben wir DKT! -Hannes Neumayer
Im folgenden Abschnitt gibt es noch zusätzliche Fotos von Stockinger & Morsack, DKT-Vorgängern, und DKT-Spielen. Nochmals der Hinweis: Anmerkungen, Ergänzungen, Tipps für alte Spiele bitte an redaktion@dfz21.at
Der Verlag Stockinger & Morsack war übrigens seit 1857 eher für Druckgrafiken bzw -erzeugnisse als für Spiele bekannt. Zwei Beispiele:


Mehr Bilder des Spieles Spekulation



















Bilder: Altes DKT mit breiter Schachtel









Altes DKT mit kleiner Schachtel









Standard-DKT nach dem 2. Weltkrieg






Bilder des Spieles Trust















Mehr Bilder des Spieles Business









Bilder des Spieles Konjunktur









DKT: Die rote Ära beginnt – längliche Schachtel






Die rote Ära beginnt – kleine Schachtel Schachtel








Stomo-Werbung von 1951

Reise-DKT (?) von Peri







Weitere Spiele seit 2008 von Piatnik produziert (Auswahl)
































