Donaufeld: Baustart, Gerichsverfahren und Staubwolken

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Staubentwicklung im Stadtenwticklungsgebiet. Bild: Privat.
Staubentwicklung im Stadtenwticklungsgebiet. Bild: Privat.

Ins Donaufeld kehrt keine Ruhe ein. Und das gilt gleich mehrfach. Denn einerseits rollen nun wirklich langsam die Baumaschinen auf, um mit der Errichtung des Stadtentwicklungsgebietes zu beginnen. Andererseits wollen Umweltschutzgruppen weiter den Rechtsweg beschreiten und werfen den Bauträgern weiter Naturschutzsünden vor, die aber bestritten werden. Und am Wochenende wurde ordentlich Staub aufgewirbelt.

Und zwar nicht im übertragenen Sinn, sondern wortwörtlich: „Es gab sowohl am Freitag als auch am Samstag eine immense (Fein-)Staubbelastung im Bereich der Baustelle, weil der Wind feine Erd-Teile aus dem auf ca. 80 m Länge aufgehäuften Aushub-Material geblasen hat“, berichten Vertreter der Initiative ,Freies Donaufeld‘. Anzeige bei der Baupolizei Anzeige wurde erstattet. Die MA37 hat laut Initiative ,Freies Donaufeld‘ erklärt, „dass jede Baustelle zur Durchführung Auflagen erhält, so dass solche Vorfälle eigentlich gar nicht auftreten dürften“.

Seitens der Bauträger bestätigt man, dass derzeit bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt werden. Also Voraushübe, Straßen werden angelegt, etc.. Aushub werde aber immer unmittelbar weggebracht. Es sei gar nicht sicher, dass die Staubentwicklung von Aushubarbeiten und nicht etwa vom Dreschen des angebauten Getreides stamme. Grundsätzlich planen die ersten Bauträger einen Baustart im Herbst.

Weitere Vorwürfe gegen die Bauträger: Außerhalb der erlaubten Zeit wäre ein Wechselkrötenhabitat „weggeräumt worden“. Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation Virus: „Man hat Zäune aufgestellt und damit das Wild eingesperrt!“ Bei den Bauträgern sieht man das natürlich anders: Alle Maßnahmen seien in Abstimmung mit den Behörden erfolgt. Es gibt ein neues wesentlich größeres Ausgleichhabitat für die Wechselkröten: „Statt einer kleiner Lacke bis zu 1500m2.“ Auch der Amphibienzaun sei ordnungsgemäß errichtet worden und für Wild Durchquerungsmöglichkeiten geschaffen worden. Wöchentlich gibt es einen Kontrolle.

Gerichtsverfahren weiter offen

Wolgang Rehm von Virus ist noch immer über das Urteil des Verwaltungsgerichts Wien (die Beschwerden im Rahmen der naturschutzrechtlichen Bewilligung wurden abgewiesen) empört: „Der ganze Gerichtsvorgang ist ein Skandal: Defacto wurde nicht verhandelt und das Urteil wurde lange nicht ausgefertigt. Wir haben nach mehr als vier Monate das Urteil erhalten. Ich kann mich der Ansicht nicht erwähren, dass hier der Richter Schlagseite hatte!“ Dennoch will er weiter kämpfen, eine BRevesion ist fix.

Wolfgangg Rehm. Bild: Privat.