Samstag, 11. April, 2026
Start 3/2025 FPÖ will Polizeistation am Franz-Jonas-Platz

FPÖ will Polizeistation am Franz-Jonas-Platz

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Bahnhof Floridsdorf. Bild: DFZ.
Bahnhof Floridsdorf. Bild: DFZ.

Nach der Verhängung des Alkoholverbots am Franz-Jonas-Platz durch Bürgermeister Michael Ludwig verlangt die FPÖ auch den – aus ihrer Sicht – nächsten notwendigen Schritt: „Das kann nur der Anfang sein. Nach wie vor gibt es keine eigene Polizeiinspektion vor Ort. Um Drogendealern, Randalierern und gewaltbereiten Jugendbanden Einhalt zu gebieten, braucht es aber eine eigene Polizeiinspektion am Franz-Jonas-Platz!“, erklärt FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Irschik (Bild).

Außerdem will man genau beobachten, ob es seit der Verhängung der Alkoholverbotszone rund um den Bahnhof Floridsdorf zu einer Verdrängung gekommen ist. Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) hält von einer Polizeistation am Bahnhof wenig: „Wir brauchen nicht mehr Polizisten am Schreibtisch, sondern bei den Menschen!“

Wolfgang Irschik. Bild: FPÖ.
Wolfgang Irschik. Bild: FPÖ.

In den ersten März-Woche gab es am Jonas-Platz keine Beanstandungen, vereinzelt wurden Grüppchen allerdings vor dem Amtshaus Am Spitz gesichtet.

Jonas-Platz: Bürgerbeteiligung für Umbau mit großer Beteiligung

Gleichzeitig wurde die erste Phase der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Franz-Jonas-Platzes erfolgreich abgeschlossen. Online gab es eine rekordverdächtige Beteiligung mit über 1.500 Wünschen, Anregungen und Beschwerden. Es sind Workshops mit Geschäftsleuten,
Bildungseinrichtungen und Kulturinitiativen geplant. Bei der Publikumsveranstaltung im Haus der Begegnung waren etwa 200 Leute. Am 15. & 16. Mai 2025 gibt es einen Ideenmarktstand am Franz-Jonas-Platz.

Bald soll eine Studie für die Umgestaltung in Auftrag gegeben werden, 2026 die unterirdischen Arbeiten am Jonas-Platz stattfinden. Der Zeitpunkt für die effektive Umgestaltung wird mit 2027-2029 angegeben.

Bezirksvorsteher Georg Papai. Bild: BV21 / Markus Sibrawa.
Bezirksvorsteher Georg Papai. Bild: BV21 / Markus Sibrawa.

Denn noch ist unklar, was genau in dem etwa 10.000 m2 großen Plangebiet um das Bahnhofsgebäude umgestaltet werden kann: Der Bahnhof selbst bleibt wie er ist. Allerdings wird die Schotterfläche rechts des Eingangs verbaut werden, teils bis über die Schienen. Ein Bauträgerwettbewerb ist bereits beendet. Das Projekt soll mit der Platzgestaltung unbedingt koordiniert werden, so Papai (Bild). Die Schienen müssen laut Wiener Linien auch bleiben, wo und wie sie sind. Die Fahrbahn zur Schöpfleuthnergasse könnte zur Einbahn werden, damit würden etwa drei Meter zur Umgestaltung gewonnen. Offen ist, ob der Bahnhof auch Marktgebiet bleibt und Oster- und Weihnachtsmarkt weiter Platz finden. Papai: „Das sollte zumindest nicht kategorisch ausgeschlossen sein.“

Bei der Publikumsveranstaltung sorgten sich die meisten Anrainer & Co. übrigens darum, dass ihre Meinung auch tatsächlich gehört wird und in die Planungen einfließt. -Hannes Neumayer